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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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1) Das Oryd ul. Es wird gebildet, wenn metallisches Blei derLuft ausgesetzt wird. Der metallische Glanz des Bleies verschwindet nachund nach, und es überzieht sich mit einem graublauen Hautchen, wel-ches immer dunkler wird. Hält man dabei das Blei in einer höherenTemperatur, die jedoch zum Schmelzen nicht hinreichend ist, so nimmtdieses Häutchen an Dicke zu, und wird endlich schwarzgrau. Erhitztman das Blei bis zum Schmelzen, so wird diese Haut in einem Au-genblicke orydirt und nimmt eine gelbbraune Farbe an.

2) Das Oryd. Auf die eben angegebene Weise bereitet, oderwenn Blei in Salpetersäure aufgelöst, die Auflösung zur Trockenheitabgedampft und im Platintiegel geglüht wird. Seine Farbe ist gelb,aber es hat einen rothgelben oder beinahe rothen Strich, wenn es geritztwird, und giebt ein rvthgelbes Pulver. Man nannte es sonst Massicot.

Das Bleioxyd schmilzt bei starkem Glühen, und giebt eine durch-sichtige, dunkel feuerrvthe, glasige Masse, die sich leicht in parallele,etwas biegsame Lamellen spaltet. Das Bleioryd verbindet sich mit Al-kalien und Erden. Die Auflösung ist gelblich, und giebt durch Abdam-pfung Krystallschuppen; auch schmilzt es mit Erden und Metallorydeuzusammen und bildet Glas. Diese Glasarten schmelzen bei weit niedri-gerer Temperatur als gewöhnlich. Die Leichtigkeit, womit Bleiorydschmilzt und die Erden auflöst, macht, daß es die Tiegel durchbohrt.

.Das Bleioryd besteht aus 92,829 Metall und 7,171 Sauerstoff, oder100 Th. Metall nehmen 7,725 Sauerstoff auf, es ist also ?k> — IMM-Das Bleiorydhydrat, aus essigsaurer Bleiorpdauflösung durch kaustischesKali niedergeschlagen, ist kt, K — 1506 , 977 , und besteht aus ss, 5 iBleioryd und 7,46 Wasser.

3 ) RothesSuperoryd, gewöhnlich Mennige, Minium genannt.Besteht aus 89,62 Blei und 10, 58 Sauerstoff, oder 100 Metall nehmen11,59 (—7,725.iä) auf, d. h. i°z mal so viel, wie im Oryde; istalso

S-b — 2838 , 996 .

4) Braunes Superoxyd. Wenn Mennige mit reiner Salpe-tersäure (oder auch einer andern Säure, nur nicht ChlorwafferstoMu-re) übergössen wird, so wird die Mennige auf die Art zerlegt, daß (dadie Mennige als solche in Säuren nicht anflöslich ist, sondern nur dasgelbe Bleioryd) ein Theil zu Oryd reducirt wird, während der Sauer-stoff, welcher sich dabei abscheiden sollte, sich mit dem andern Theileder Mennige zu braunem Superoxyde verbindet. Hat man eine hinrei-chende Menge Säure genommen, so geschieht die Zersetzung vollständigund es bleibt ein dunkelbraunes Pulver unaufgelöst, welches mit kochen-dem Wasser ausgewaschen und getrocknet wird. Beim Glühen giebt die-ses Oryd Sauerstoffgas aus. Es besteht aus 86,62 Blei und is ,3 ^Sauerstoff, oder 100 Metall nehmen 14,45 (— 7,725. r) auf, d.i. dop-pelt soviel als im Oryde; es ist demnach Lb --- 1491,192-