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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Die gemeiniglich sogenannten Rostocker Aepfel sind vorzu-ziehen.

?^rus lVlsIus l.inn.

Synvn. tVlslur comrnunis I.8M. «r l)6. Gemeiner Aepfelbaum»Abbild. Hapne Arzn. Gew. Bd. IV. Taf. 46.

8^sl. sexual. 61. XII, Orä. 4. Icosanäria kentsgz-nia.

Orö. nalural. Itoraeeae. Drib. komacsas.

Der Apfelbaum ist in Europa einheimisch. Im wilden Zustandeist er ein Baum von mittlerer Dicke und Höhe. Er erreicht ein hohesWer und in 100 Jahren seine Vollkommenheit. Die Früchte dieses wil-den Baumes schmecken herbe sauer und zusammenziehend; die Früchte derdurch Cultur veredelten Bäume säuerlich-süßlich. Die verschiedenenVarietäten unterscheiden sich durch ihre Dicke, Größe, Gestalt, Farbe,Konsistenz und Geschmack. Die Fortpflanzung geschieht nur durch Pfropfen,Lculiren, Copuliren u. s. w. Durch Säen gehen sie alle in die Hauptart über.

Zum Arzneigebrauche bedient man sich nur der säuerlich-herbenGattungen der Aepfel, besonders der Borsdorfer und Reinetteäpfel.Sie enthalten eine eigenthümliche von Scheele entdeckte Säure, wel-che er dadurch abschied, daß er den ausgepreßten Saft der Aepfel mitKali sättigte, mit essigs. Bleiorpd fällte, den Niederschlag mit verdünn-ter Schwefelsäure digerirte und die überstehende Flüssigkeit verdampfte.

Die Aepfelsäure ist im ganzen Pflanzenreiche sehr verbreitet, besondersin den sauren Früchten. Au ihrer Gewinnung im reinen Austande giebt esverschiedene Methoden aus verschiedenen sauren Säften, als Berberitzen,Vogelbeeren rc. Lrommsdvrff fällt den ausgepreßten und filtrirtenSaft durch Bleizucker, zersetzt den Niederschlag durch eine unzureichen-de Menge Schwefelsäure, filtrirt, fällt das Blei durch Schwefelwafser-ßoffgas, filtrirt und kocht die rothe Flüssigkeit mit Kohlenpulver, bisße entfärbt ist, wo er durch Abdampfen gelbliche Krystalle erhielt.Vogel fällt den Saft durch Bleizucker, und kocht den mit kaltemWasser ausgewaschenen Niederschlag mit Wasser aus, wobei die Ver-bindung des Bleiorpdes mit färbender Materie ungelöst bleibt. DieserRückstand kann durch verdünnte Schwefelsäure zersetzt, die saure Flüs-sigkeit wieder durch Bleizucker gefällt, und das Präcipitat wieder mitkochendem Wasser ausgewaschen, auch das ganze Verfahren nochmalswiederholt werden. Die Fluida enthalten äpfelsaures Bleioryd, welchesin farblosen Krystallen anschießt; diese werden durch s,3 SchwefelsäureM i,yg spec. Gew. durch zstündiges Kochen unter beständigem Um-führen zersetzt, die Flüssigkeit filtrirt, das noch aufgelöste Bleiorpddurch Schwefelwafferstoffgas entfernt, und dann die Aepfelsäure durch Fil-ieren und Abdampfen im reinen Zustande erhalten. Siekrystallisirtschwie-vig in kugelförmig vereinigten kleinen Krystallen, und ist sehr sauer. Nach D o-" ovan sammelt man gefrorene Vogelbeeren ein, preßt den Saft aus, kocht