Llnkium venale
9äo
zweckmäßig vorgerichteten Windofens niedergeschmolzen. Man erhält denSpießglanzkvnig mit einer Schicht von Schwefelspießglanz bedeckt. Nacheiner andern Methode erhitzt man einen Tiegel bis zum Weißglnhen,und wirft eine bestimmte Quantität kleiner Nagel hinein. Wenn auchdiese weißglühen, setzt man doppelt soviel Schwefelantimon zu, bedecktden Tiegel und bringt die Masse zum Schmelzen. Der Schwefel ver-bindet sich dann mit dem Eisen, und das Antimon wird metallisch aus-geschieden. Das erhaltene Metall ist eisenhaltig. Als das leichteste Ver-fahren empfiehlt Verzelius folgendes: 4Th.Schwefelantimon, 5 TH.roher Weinstein und iz Th. Salpeter werden fein gerieben und sehr ge-nau gemischr. Die Masse wird dann nur in kleinen Portionen in einenglühenden Tiegel hineingeworfen und nach beendigter Verpuffung läßtman es noch im Feuer, bis es vollständig geschmolzen ist. Je schnellerdies geschieht, um so weniger Antimon geht verloren. Man kann nach-her die geschmolzene Masse ausziehen, wobei das Salz auf einer steiner-nen Platte ausgeschlagen, und das geschmolzene Metall, welches am Bo-den des Tiegels liegt, in einen Gießpuckel gegossen wird. Im Kleinenläßt man Alles im Tiegel erkalten und zerschlägt diesen nachher. DerKohlenstoff aus der Weinsäure und der Schwefel im Antimon werden beidieser Reduction auf Kosten des Salpeters orydirt, wobei das metallischeAntimon ausgeschieden wird und in der geschmolzenen Salzmasse zu Bo-den sinkt. Diese Salzmasse enthält ein Gemenge von schwefelst und kohlens.Kali mit Schwefelkalium, worin eine nicht unbedeutende Portion vonSchwefelantimon aufgelöst ist. Man erhält etwa nur den vierten Theildes angewandten Schwefelspießglanzes, obgleich in diesem das Metall indem Verhältniß von 4 :11 mit dem Schwefel verbunden war. Aber auchdas auf diese Art erhaltene Metall ist nicht rein; es enthält Eisen, Schwe-fel, und zuweilen eine Spur von Arsenik. Um es völlig rein zu erhalten,wird es zum seinen Pulver gestoßen, und mit der Hälfte seines Gewichts,oder, wenn es sehr unrein ist, mit gleichen Theilen Antimonoryd gemischtund damit in einem Tiegel geschmolzen. Die fremden Beimischungen, welchezum Sauerstoffe eine größere Verwandtschaft als das Antimon haben, vrpdi-ren sich auf Kosten desLryds,und der gesammelte Regnlus ist dann rein.
Die meisten Antimonerze führen, wie Seru l l as gezeigt hat, Arsenikmit sich, welches dann auf das reducirte Metall übergeht. Serullasfand, daß 17 Sorten der gewöhnlich im Handel vorkommenden Schwefel-spießglanzarten Arsenik enthielten und zwar z im Mittel über 1; Procent;im käuflichen regulinischen Spießglanze fand er 1 bis L Procent. Bei derProbe vor dem Löthrohre erzeugt nun zwar das reine Spießglanzmetall kei-nen dem Arsenik sich annähernden Geruch, es erregt aber eine leichte rei-zende Empfindung auf die Geruchsnerven, und dabei, wenn man mehrereSorten Spießglanz hinter einander vor dem Löthrohre geprüft hat, ein star-kes Uebelbefinden und ein Uebelsepn, wie nach einem Brechmittel. Da nundas Arsenik, wenigstens zum Theil, auch in die Spießglanzpräparate, mit