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Vinrun
mich wenigen Stunden mit einem dunkeln Niederschlage bedeckt wird. Die-ser Niederschlag rührt zum Theil vom Farbestoffe des Weins her, zum Theilaber auch von Eisen - und andern Metallorpden. Die mineralischen Wässerwirken durch ihren Gehalt an kohlens. Natron. Aus Moselwein und Mar-kebrunner Rheinwein schlägt Aetzammoniak rothlichbraune Flocken nieder,die hauptsächlich aus Alaunerde mit einer sehr geringen Menge Eisenorydund einer braun gefärbten vegetabilischen Substanz bestehen. Beide Wei-ne werden auf Thonschiefer gezogen.
Aehnliche Niederschlüge zeigen bisweilen Weinessige, wenn sie aus sol-chen viel Alaunerde und Farbestvff enthaltenden Weinen bereitet worden sind.Bei polizeilichen Untersuchungen der Weine und Weinessige muß mau daher,um nicht getäuscht zu werden, möglichste Vorsicht und Gegenbesuchemit reinen Proben anwende».
Den rothen Weinen soll bisweilen Alaun zugesetzt werden, um ihnenden zusammenziehenden Geschmack zu ertheilen. Als Prüfungsmiltel fürdiese Verfälschung werden der stark zusammenziehende Geschmack, die Nie-derschlage mir salzs. oder salpeters. Baryt und mit kohlens. Ammoniak, unddie Darstellung der Alaunkrystalle angegeben, dadurch, daß man den Weinbis zum vierten Theile verdampft, mit Alkohol vermischt und ruhig hin-stellt. Allein diese Verfälschung kommt wohl auch nur selten vor, und wennauch ein rother Wein mit salzsaurem Baryt einen ziemlichen röthliLweißenNiederschlag giebt, und dieser Wein durch kohlens. Ammoniak auch merklichgetrübt wird, so folgt daraus noch nicht die Verfälschung dieses Weins mitAlaun, da die Bestandtheile des Bodens, aufwelchem der Weinstockwächst,zum Theil in den Wein mit übergehen. Pfeiffer fand in 100 Unzen Al-ten Pisporter Weins rr Gran salzs. Alaunerde und 100 Gr. äpfels. undessigs. Magnesia.
Die meisten Künsteleien, welche mit rothen Weinen vorgehen, betreffe»die Farbe desselben. Um eine solche Verfälschung zu entdecken, ist von La-de t de G a ssi c 0u r t vorgeschlagen, den zu prüfenden Wein mit Alaunso-lutivn zu versetzen, und dann mit Kali niederzuschlagen. Später schlugVogel (Schw. I. XX. S. 4ir>) zu diesem Endzwecke eine Auflösung desVleiznckers vor, indem ein ächter rother Wein dadurch grünlichgrau, andereFarbestoffe aber mit andern Farben gefällt würden, was jedoch keine sichernResultate giebt. Nees v. Esenbeck (Ueber die künstliche Färbung derrothen Weine. Düsseldorf 1826. u. Brandes's Archiv. XVkk. S. rss.) hatwieder der vonCadet deGassicourt gewählten Probe den Vorzug ge-geben, und folgende Vorschrift aufgeführt: z Drachmen Alaun löse man in 4Unzen destillieren Wassers auf, und mische davon in einem Cylinderglase mitdem zu prüfenden Wein ein gleiches Volumen zusammen, wodurch die Farbedes letzter» erhöht und blässer wird. Nun tröpfelt man zu dem Gemischeeine Auflösung von gereinigter Potasche in ihrem vierfachen Gewichte, dochso, daß davon nicht zuviel, wenigstens nicht bis zur alkalischen Reactiondazukommt. Der hierdurch gefällte Lack, d. h. die Verbindung von Farbe-