Lineum
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bringen läßt. Meines Zink läßt sich bei der gewöhnlichen Temperatur derLuft zu dünnen Blechen ausschmieden, ohne in den Kanten zu bersten, wo-bei es bis ^ an Dichtigkeit zunimmt. Das im Handel gewöhnlich vor-kommende Zink ist nicht so geschmeidig, und bricht leicht bei der gewöhn-lichen Temperatur der Luft; aber bei der Hitze von kochendem Wasser, undeinige Grade darüber bis zu 4- 15N °, läßt es sich schmieden, zu dünnenScheiben walzen, kann auch zu sehr feinem Drathe gezogen werden u. s. w.,und man hat durch diese Dehnbarkeit in der erhöhten Temperatur das Zinkzu recht wichtigen ökonomischen Bedürfnissen anwenden können. Bei-t- 2N5°wird es wieder spröde, und es kann in einem bis zu diesem Grade erhitzteneisernen Mörser zu Pulver gestoßen werden. Bei 4- Z8N" schmilzt es, undin der Weißglühhitze gerälh es ins Kochen und destillirk in verschlossenenGefäßen über, aber in der Luft entzündet es sich und brennt mit einerblendend weißen Flamme, und einem dicken weißen Rauche. Das eigen-thümliche Gewicht des geschmolzenen Zinks ist 6,882, und das des geschmie-deten soll bis auf 7,ri5 steigen. Das Zink hat eine eigene Weichheit, in-dem es in den Feilen und an der Schneide der Meißel, womit es gearbeitetwird, sitzen bleibt, welches bei dem weit weicheren Blei nicht stattfindet.
Das Zink bat bei einer höheren Temperatur eine starke Verwandtschaftzum Sauerstoffe, welche diejenigen der meisten andern Metalle, die auchdurch dasselbe reducirt werden, überwiegt. In der gewöhnlichen Tempera-tur der Lust zersetzt es nicht das Wasser, wenn die Luft ausgeschlossen ist;aber wenn Zinkfeilspähne mit Wasser durchfeuchtet und sich selbst überlassenwerden, so nimmt die Masse nach einiger Zeit eine dunkle Farbe an, schwilltauf, entwickelt Wafferstoffgas mit sichtbarem Aufbrausen, und wird endlichin ein hellgraues Oryd verwandelt. Das Zink zersetzt in der GlühhitzeWafferdämpfe, wird mit Entwickelung von Wasserstoffgas fast in allenSäuren aufgelöst, und schlägt fast alle geschmeidigen Metalle, Eisen undNickel ausgenommen, aus ihren Auflösungen metallisch nieder. Von denungeschmeidigen Metallen wird Antimon, Tellur, Arsenik und Wismuthdurch Zink reducirt und niedergeschlagen. Mehrere von den Metallen, dievom Zink nicht reducirt werden, fällt es als Oryde, während das Zinkauf Kosten des Wassers und der Luft reducirt wird, und das Ainkoryd,als die stärkere Vase, das vorher aufgelöste Oryd niederschlägt.
Das Zink hat 3 Orpdationsstufen:
«) Das Suboryd wird an der Oberfläche des metallischen Zinks ge-bildet, wenn es lange der Luft ausgesetzt, oder wenn Zink lange in ei-ner etwas höheren Temperatur gehalten wird. Es ist schwarzgrau, solange es naß ist, wird aber bei dem Trocknen hellgrau. Es bildet ge-wöhnlich eine dünne Rinde, die nicht zunimmt und nicht weiter vonder Lust verändert wird.
K) Das Ainkoryd erhält mau theils durch die Auflösung des Zinks inmit Wasser vermischten Sauren, wobei das Wasser zersetzt, Wafferstoffgasentwickelt und durch den Sauerstoff das Zink orpdirt wird, worauf das Zink-