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Geschichte der Naturwissenschaften.
Himmelsgewölbes schwebenden Cylinder/ auf dessen Oberseitedie Menschen wohnten. Im traten im Ganzen Leucipp, Dc-mokrit/ Heraklit/ AnaxagoraS bei/ während Plato sie für einenWürfel erklärte/ AnaximcneS die flache Erde durch zusammen-gedrückte Luft tragen/ -kenophanes sie durch Wurzeln fest-halten ließ. — EudoxuS scheint zuerst die Kugelgestalt derErde/ oder doch die Krümmung ihrer Oberfläche geahnt zuhaben/ worauf er vorzüglich durch feine Sternbeobachtungcnin verschiedenen Breiten geführt wurde. — Aristoteles behaup-tete zuerst, aus Gründen der Anziehung gegen denMittelpunkt/ ferner aus der Gestalt des Erdschattens beiMondssinsternissen/ und aus der Erhebung des CanopuS überden Horizont/ wenn man nach Acgypten reise, — die Erdemüsse eine Kugel sein; welchen Beweis ArchimedeS später inBeziehung auf das Wasser der Erde wiederholte. — Späterverlor sich die Kenntniß der Kugelgestalt der Erde, und wurdeerst in neuerer Zeit, besonders durch die Reisen um sie/praktisch dargcthan. Der erste Erdumscgler war der Portu-giese Hernando Magalhacns, welcher den to. August 1519 vonSevilla auSlaufcnd, die nach ihm benannte Straße entdeckte,den stillen Ocean durchschiffte, selbst aber am 2«. April 1521auf Scbu, einer der Philippinen umkam/ während eines feinerSchiffe, stets nach Westen segelnd den 7. Sept. 1522 wieder inSt. Lukar einlief. Auf diese erste folgten die Erdumseglungenvon FranciS Drake, Thomas CandiSh, Jakob Mohn undSimon de Cordes im iktcn Jahrhundert; Olivicr dc Noort,1598—1601; Georg Spiclberg, Jakob le Maire, KorneliuS vanSchauten, William Dampierre, im l?ten Jahrhundert; Ge-melli Careri (welcher östlich, zum Theile zu Land die ErdeumrciSte), Georg Ansän, John Byron, Bougainville, Cook,gest. 14. Fcbr. 177g auf Owyhcc, welcher 3 mal von 1767—78die Erde umsegelte; Georg Vancouver, sämmtlich im l8tcnJahrhundert; Kruscnstern, O. v. Kotzebue, Frcycinct, Duper-rey u. v. a. im <9ten Jahrhundert.
Aristoteles hatte trotz des richtigen Begriffs von der Ge-stalt der Erde doch einen unrichtigen von ihrer Größe. Ergiebt an, die Mathematiker vor ihm hätten den Umfang derErde zu 4oo,ooo Stadien (9302 geogr. Meilen) gefunden.Archim'rdcs erwähnt, man habe ihn auf 300,ooo Stad. gesetzt.Die ältesten Messungen von Sonnenhöhen scheinen Eratost-thcneS und Posidonius angestellt zu haben. Ersterer berechneteaus den zu Syene und Alexandrien beobachteten Sonnenhö-hen, und der Länge des Bogens zwischen beiden Orten denUmfang der Erde auf 5813 geogr. M. Posidonius fand ihn