Band 
I. Band.
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Geschichte der Naturwissenschaften.

Embryo als den wesentlichsten Theil von jene»,/ und die Zahlder Samenlappcn als ein Unterscheidungsmoment der großenAbtheilungen des Pflanzenreiches. — In einer Schrift vonZaluzianSky von tkv4 werden zuerst zwittcr- und eingeschlech-tige Blumen unterschieden/ die Organe der Blume genaubeschrieben/ und ziemlich gute Anstchten über Klasststkationdargelegt. — Wir übergehen eine Reihe minder bedeutenderBotaniker des tNen Jahrhunderts. So groß auch die Ver-dienste eines Jungermann/ Löset/ Jung/ Boccone/ Barrelier/CommclyN/ CamerariuS/ Herrmann/ Rivin/ Pluknet/ Pcti-vcr/ Plumier rc. sein mögen/ so wurde doch durch keinen eineneue Bahn gebrochen.

In die erste Hülste des t7tcn JahrhundcrS füllt eine Erfin-dung von außerordentlicher Wichtigkeit für die Fortschritteder anatomischen und physiologischen Botanik und der Natur-wissenschaften überhaupt. Wir meinen jene des Mikroskops/durch welches allein die Erkenntniß zahlreicher Organismenund ihrer Elementarstruktur möglich wurde. (Auf das ein-fache Mikroskop kam man bald nach Erfindung der Linsen;das zusammengesetzte soll gegen t« 2 o von Jansen oderDrcbbcl erfunden sein/ und wurde isso von Hooke verbessert.Die einfachen Mikroskope wurden in neuester Zeit durch Che-valier/ Wollaston u. A. vervollkommt; Brewster schlug stattder Glaslinsen die Krystalllinsen von Fischen vor/ Sivkightein GlaSstückchcii/ das mittelst des LöthrohreS in der kleinenOcffnung einer Platinplatte zur Kugel geschmolzen wird. Inneuester Zeit gebraucht man auch für einfache und zusammen-gesetzte Mikroskope Linsen aus Granat/ Saphir und Diamant.— Die ältern Naturforscher gebrauchten meistens das einfacheMikroskop/ welches zur Untersuchung sehr feiner Gefüge sichbesser eignet/ und die Gegenstände im auffallenden Licht zubetrachten gestattet/ — die neuern wenden hingegen fast immerdas zusammengesetzte Mikroskop an/ welches ein größeres Ge-sichtsfeld gewährt/ und zu vielerlei Manipulationen viel beque-mer ist. M- Campani und RamSdcn brachten bei diesem umdie Mitte des I8ten Jahrhunderts das KollcktivglaS zwi-schen Okular und Objektiv an/ ein wesentlicher Fortschrittzum AchromatismuS und zur Präzision. Unter den älternMikroskopen behaupten die des Engländers Adams wohl denersten Rang; unter den neuern jene des Engländers.Pritchard/des Franzosen Chevalier/ der Deutschen Fraunhofer/ Plößlund Schick-Pistor. Die Instrumente von Plößl und Schiek-Pistor sind die vollkommensten/ und dürften etwa gleichenWerth haben. Am Anfang des gegenwärtigen Jahrhunderts