Band 
I. Band.
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Anatomie und Physiologie der Thiere.

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wie sich zwischen beiden ein Gefäßsystem/ und als Gegenpoldesselben eigene Rcspirationsorgane entwickeln,- wie sich ausder sensibel» Punktmasse des Leibes ein Nervensystem isolire,wie die BewegungSorgane/ die früher nur als Hautfortsätzeerschienen wäre»/ später ein eigenes System der Knochen undMuskeln darstellen/ wie daö ganze Thier in einen vegetativenund animalen Leib zerfalle/ und letzterer seine höchste Entwick-'lung im Kopfe und den Sinnesorganen erhalte/ wie inssThierealle Wcltprozcffe und Weltthätigkeitcn sich vereinigten rc. —Ein vor 2 Jahren gemachter Versuch/ die Ansicht Okcn'svon der Wirbelbildung des Schädels für Göthe zu vindiziren/ist/ wie billig/ vereitelt worden. — Okcn's Grundsätze sindgroßentheils von Carus/ geb. 1789 , angenommen/ haben aberin dessen Schriften mannigfache Erweiterung und Veränderungerlitten/ wie sie bei so reicher Erfahrung,- konkreter Unter-suchung und eigenthümlich idealer Anschauung nothwendigerfolgen mußten. Man kann sagen/ CaruS sei zu Okcn's Theo-rie in ein ähnliches Verhältniß getreten/ wie Robert Brownzur Methode Jussieu's. Jene Uebereinstimmung in den Grund-sätzen leuchtet natürlich mehr in jenen Werken hervor/ wowie im „Lehrbuch der Zootomie" und den „Erläuterungstafeln/"-das Ganze des ThicrorganiSmuS dargestellt wird/ als da woeinzelne/ zum Theil noch wenig betretene Gebiete erforschtwerden/ wie dieses besonders in den „Urtheilen des Knochen-und SchalengcrüstcS" geschieht. Allenthalben haben sich inCarus's Anschauung Leben und Form des Thieres durchdrun-gen.—v. Bär/ in der „Entwicklungsgeschichte der Thiere/" undBurdach/ in seiner „Physiologie als Erfahrungswiffenschaft/"einem eben so sehr durch ungemcine Belescnheit/ umfassendeund transzendente Behandlung/wie durch schöne Sprache ausge-zeichnetem Werke/ folgen ähnlichen Grundsätzen wie Oken undCaruS/ und können der naturphilosophischcn Schule gleich-falls beigezählt werden. —In neuester Zeit wurden die Experi-mente zur Erforschung der LebenSthätigkeitcn der Thiere sinn-reicher und feiner angestellt; die Zergliederungen erreichten zumTheil eine aufferordentliche Vollkommenheit (Herold/ Strauß/Loh.-Müller/ Morren rc.); man suchte mehr und mehr dieForm durch das Leben/ und dieses durch die Form zu erklären.Besonders aber wurde die früher sehr vernächläßigte Entwick-lungsgeschichte der Thiere von zahlreichen Forschern bearbeitet.— Nur kurz vermögen wir noch der ausgezeichnetsten zum Theilnoch nicht genannten Zootomcn und Zoophysiologen zu gedenken.In Deutschland: Gpix/ BojanuS/ v. Göthe, Weber, Rathke,Loh. Müller, Herold/ Pandcr/ Nitzsch/ Meyer/ Rud. Wagner/ G.