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I. Band.
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Die materielle Welt oder die Natur. 103

Verhältniß, so denke man sich etwa ein Gewässer, welchesnach Länge und Breite beschränkt, nach der Tiefe zu aber un-beschrankt ist.

Aller Kampf, alle scheinbare Unvollkommenheit in derNatur entsteht durch das Jueinanderwirken der Seelen derverschiedenen Kategorieen, welche je nach ihrer Macht — ihreWirkungssphäre auszudehnen suchen.

Das Böse ist nichts, als eine selbstsüchtige Störung undVernichtung der Wirksamkeit anderer Seelen in der ihnen vomWeltgeist angewiesenen Thätigkeitssphäre. Es ist daher nichtin der Welt der Nothwendigkeit denkbar, wo solche Störungund Vernichtung beständig statt findet, sondern nur in der Weltder Freiheit, als deren nothwendige Folge das Böse erscheint.Dasselbe ist daher, was die moralische Welt betrifft, lediglichim Willen der freien Seelen gegründet, und fällt auch nurdiesen zur Last.

Haupt stück.

Die materielle Welt oder die Natur.

Sie ist das große Schauspiel des gegenseitigen Jnein-anderwirkens jener zahllosen Seelen und ihrer Kräfte, welchein Raum und Zeit erscheinen. Was deren Verschiedenheitbetrifft, so kann man sich vorstellen, daß der Weltgeist von einerMitte aus gleich einem Lichte in Millionen Radien sich durchdas Universum ergieße. Gleich solchen Radien eines Kreiseswerden alle Dinge gewissen andern diametral entgegengesetztund von wieder andern mehr oder weniger Grade entferntsein. Ein solcher Hauptgegensatz tritt zwischen den Stoffseelcnund organisirenden auf. Indem letztere die Materie zu beherr-schen, zu durchdrungen^ zur leiblichen Hülle zu gestalten suchen,entsteht nothwendig durch deren Gegenwirkung ein Kampf, inwelchem das Wesen der organisirenden Seelen mannigfach mo-difizirt wird. Einmal wirken sie selbst, theils nach den Urge-stalten, theils nach den Individuen mit verschiedener Energieauf die Materie oder die Stoffgeister ein, theils reagiren diese