188 Allgemein« Naturgeschichte. U. Buch.
nicht geändert/ indem jedes magnetische Element derselben gleichstark von der Erde angezogen und abgeflossen wird. Feiner/ alsdurch Versuche mit Gewichten u. s. w. erkennt man Vertheilungund Stärke der Kraft eines Magnets/ wenn man ihn frei auf-hängt/ ihn in Schwingungen versetzt/ und die Anzahl derselbenin einer bestimmten Zeit/ betrachtet. Hiedurch erfährt man auchden Einfluß des Lichtes/ der Wärme und der mechanischen Ein-wirkung auf einen Magnet. Man hat in neuester Zeit an mehrernOrten eigene magnetische Observatorien zu diesem Zweckeerrichtet. In Göttingen z. B. verbindet eine Drathkcttc die Stern-warte/ das magnetische Observatorium und das physikalische Ka-binet/ in einer Länge von tt/voo Fuß. Wird ein galvanischerStrom mit der Kette in Verbindung gesetzt/ so erscheint die Be-wegung der drei Magnetstäbe in den Apparaten der drei Orte soaugenblicklich/ daß ihr Anfang steh auf einen kleinen Bruch einerSekunde genau beobachten läßt/ und die Unmeßbarkeit der Zeit/in welcher der Strom ti/E durchlauft/ erhellt. — Ein Magnetsucht in jedem ihm genäherten Körper Magnetismus aufzuregen/d. h. Nord- und Südpolarität hervorzurufen/ was nach der Naturder Körper leichter oder schwerer erfolgt. Man ist in neuesterZeit geneigt/ die magnetische Kraft der verschiedenen dieselbeäußernden Körper nur als einen Ausfluß der magnetischen Kraftder Erde/ und jene nur als Träger zu betrachten. Ueber denErdmagnetismus und das Nordlicht/ welches höchst wahrscheinlichein magnetisches Lichtphänomen ist/ vergleiche das vierte Buch. —