Beschreibende Darstellung des Sonnensystems. 227
von Maskclyne und Hutton am sichersten — 4/72 angesetzt/ dasWasser --- t angenommen. Die Masse der Erde gibt man inrunder Zahl — '/gz-mo/ genauer — '/Es der Sonnenmasse an. —Die Rotationszeit der Erde oder ein Sternentag derselben währtimmer 23 Stunden / 56 Min. / 4/^ Sek. mittlere Zeit; derSonnentag/ welcher vom Augenblick an beginnt/ wo die Sonnedurch den Meridian geht/ wird zwar auch in 24 Stunden getheilt/ist aber ungleich lang (wegen der ungleichförmigen Bewegung derErde in ihren verschiedenen Entfernungen von der Sonne) undwährt im Maximum zu Ende Decembers 24 St. / o M-, 30 S.;im Minimum/ Mitte September 23 St./ 5vM./ ss S. mittlereZeit. Ein Punkt ihres AequatorS bewegt sich bei der Axendrehungin t Stunde 225/z, geographische Meilen. Die Rotation derErde erzeugt eine Centrifugalkraft / welche unter dem Acquatoram größten und dort — '/^s der Schwerkraft ist. Wäre die Axen-drehung ttmal schneller / als.sie wirklich ist/ so wären Schwung-und Schwerkraft unter dem Aequator einander gleich und dieKörper würden daselbst gar kein Gewicht haben / während jetztein Körper) dessen Gewicht an den Polen — t/«>z, 7 s ist/ am Aequa-tor t wiegt. Ein Körper fällt im luftleeren Raum unter demAequator in der ersten Sekunde t5/ozj/ an den Polen tL/,^ Par.Fuß. Das einfache Sekundenpendel muß unter dem Aequator3/osor/ an den Polen 3/^ Par. F. lang sein. Eine unter demAcquator regulirte Sekundenpendcluhr wird daher an den Polentäglich um 3 Min. 47 Sekunden zu früh gehen. — Die Polaraxeder Erde steht nicht senkrecht auf ihrer Bahn/ sondern ist gegendiese in einem veränderlichen Winkel geneigt/welcher dieSchiefeder Ekliptik gibt/ die am t. Jan. tboo 23" 27 / 58"/z war/ sichgegenwärtig in jedem Jahr um o"/ä 7-8 vermindert/ zwischen denExtremen von 2 t« und 28 ° schwankt/ 1837 —23° 27 /ist/ sich fort-während seit dem I. 2000 v, Chr. biS6«oon. Chr. ihrem Minimumvon 22 ° 54^ nähert/ und von da fortwährend zunehmen wird/ bissie tS/30c> n. Chr. ihr Maximum von 25° 2 ie erreicht hat/ woraufsie wieder 12700 Jahre abnimmt. Nach Lagrange hatte sie ihrengrößten Werth von 27° 3t^ im Jahre 29/äoo v. Chr./ nahm dann15/000 Jahre ab-/ bis sie t4,4oo v. Chr. ihren kleinsten Werthvon 2 t° 20 / erreichte / wuchs dann wieder t2/4oo Jahre lang / bissie 2000 v. Chr. ihren größten Werth von 23 ° 53 / erlangte.Durch diese Neigung der Erdaxe/ welche dabei in ihrer Richtungstets gleich bleibt/ entstehen die Jahreszeiten/ indem nothwendigeine Zeit hindurch die südliche Halbkugel der Sonne mehr zuge-kehrt/ die nördliche von ihr abgewendet ist: erstere also Sommer/letztere Winter hat/ während zu einer andern die Sache sich um-gekehrt verhält und im Ucbergang von einer Zeit zur andern