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I. Band.
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236 Allgemeine Naturgeschichte. lll. Buch.

jene wunderbaren Meteore beizählen / welche bald nur einzeln/als Feuerkugel« / bald in größerer oder geringerer Zahl/ alsSternschnuppen am Himmel erscheinen. Beide sind ohneZweifel dasselbe und erscheinen nur nach ihrer verschiedenen Ent-fernung/ Dichtigkeit rc. als das Eine oder Andere.

Nach Brandes und Benzenberg gibt es l) Sternschnuppender tsten und 2tcn Größe/ bei denen eine Kugel unterschiedenwird / welche von dem nachfolgenden und nach dem Verschwindennoch einige Zeit leuchtenden Schweife etwas weniges getrennterscheint. 2) St. der lsien und 2ten Größe/ ohne Kugel/ miteinem Schweife/ welcher vom äußersten Ende an in kurzer Zeiterlöscht. 3) Kleinere bis zur 6ten Grösse/ und teleskopische/welche mit Kometensuchern beobachtet werden. — Die Sternschnup-pen werden oft zu Hunderten am Nachthimmel gesehen/ habeneine Geschwindigkeit von mehreren Meilen in der Sekunde undeine Höhe über der Erde von t2 bis einigen loo Meilen. Schröterhat 2 Gruppen von Feuermeteorcn beobachtet/ welche sogar gegenlooo Meilen von der Erdoberfläche entfernt waren. Nach Brandessoll die Bewegung der St. meist jener der Erde entgegenge-setzt sein. Feuerkugeln werden alle Jahre beobachtet (beson-ders häusig waren sie im November und December 1836 und Ja-nuar l837). Ihr scheinbarer Durchmesser übertrifft oft den desMondeS; ihr wahrer beträgt wenige bis vooo Fuß. Sehr großewurden z. B. 171s in England/ 1667 in Italien und Dalmaticn/1758 in Deutschland gesehen. Sehr oft ziehen sie einen feurigenSchweif/ sei eS nun in Wahrheit oder dem optischen Scheinenach / nach sich/ und zerplatzen mit donnerähnlichem Knalle/ wobeimanchmal Aerolithen herabfallen. So bei der von 1492 beiEnsiSheim/ wo ein 260 Pfund schwerer Stein siel; 1803 bei Aigle/in Frankreich/ wo gegen 2000 Steine herabstürzten. In den chemischuntersuchten Aerolithen fand man Eisen/ Kieselerde/ Bittererde/Nickel/ Chrom/ Schwefel/ Kalk/ Thonerde/ Mangan/ selten undin geringer Menge Natron/ Wasser/ Kohle und Salzsäure — alsonur Stoffe/ die auch auf der Erde vorkommen / jedoch in denLuftsteinen eigenthümlich komponirt. Da die Meteore nur Welt-körper der niedersten Art sind/ so findet sich auf ihnen auch nichtjener Reichthum von Stoffen/ wie auf der Erde/ sondern gleichsamMir ein Auszug der nothwendigsten/ auch auf der Erde häufigsten.Jene Stoffe kommen in sehr verschiedenen Proportionen vor undoft fehlen einer oder mehrere. Auch hält man für aus der Luftgefallen gewisse unter besondern Verhältnissen gefundene Eisen-massen: so die große sibirische/ von Pallas beschriebene / isoo Pf.schwere; die 300 Ztr. wiegende/ bei Otumpo gefundene; die äooZtr. schwere / von Humboldt bei Durango gesehene; die von