310 Allgemeine Naturgeschichte. IV. Buch.
innen schreitend, mit der uns umgebenden Lufthülle die nähereBetrachtung unseres heimathlichen Planeten.
I. Hauptstück.
Die Atmosphäre.
Literat. Lehrb. über die physische Geographie, Theorie derErde und Meteorologie, von I. T. Mayer. Gott. 1805. —Untersuchung über . die Wolken und andere Erscheinungen inder Atmosphäre, von Förster. ,Lpzg. I8is. — Handbuch derMeteorologie, von vr. K. W. G. Kastner, tter und 2ter Bd.tte u. 2 te Abth. m. K. Erlang. 1823-30. — Handb. d. mathem.und phys. Geographie nebst Atmosphärologie, v. vr. G. W.Muncke, mit Kupfert. Heidelb. 1830. — Art. Atmosphäre inGehler'S Wörterb. tter Bd. S. ä3S ff. — Handbuch der Me-teorologie, von L. F. Kämtz. 1—2ter Bd. Halle 1831. — DieAtmosphäre und ihre vorzüglichsten Erscheinungen nach denGrundsätzen der neuern Mcteorol., von Günther, mit t Taf.Franks. 1835. — Abriß einer Geschichte der neuern Fortschritteund des gegenwärtigen Zustandes der Mcteorol., von JamesForbes. Aus dem Engl. von W. Mahlmann, mit 3 Taf.Berl. 1836.
Atmosphäre nennt man bekanntlich die aus Luft undsonstigen erpansibeln Flüssigkeiten gebildete elliptisch geformteHülle, welche als Hohlkugel den Erdball umgiebt, als wesent-liches Glied, schon durch die Schwere, nicht minder durchseine organische Beziehung an denselben gebunden ist, sich mitihm um seine Are dreht, und ihn auf der Bahn um dieSonne begleitet. Die Erde schwebt also nicht etwa in einemdem Weltraum angehörenden Luftmeere, sondern die Atmo-sphäre selbst ist nur ein Theil von ihr, und ihre Höhe stehtauf jeden Fall in einem sehr untergeordneten Verhältnisse zurGröße des Erdhalbmessers.
Unter den 3 Gliedern oder Organen des Erdganzen istdie Atmosphäre das beweglichste und veränderlichste. Als dieäußerste Hülle des Planeten ist sie den kosmischen Einwir-kungen vorzugsweise ausgesetzt; Sonne und Mond bringenEbbe und Fluth in ihr hervor, die Erde veranlaßt durch ihre