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I. Band.
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326 Allgemeine Naturgeschichte, iv. Buch.

zu Höhen gelangen/ wo ihre Vermengung mit der tief unter dem Ge-frierpunkte kaltenLuft nicht bloß Niederschlüge erzeugt/ sondern auchein Hcrabströmen jener sehr kalten Luft veranlaßt. Die Hagelkörnerbildeten sich also in bedeutenden Höhe»/ und hicmit im Einklängestünde/ daß sie oft heterogene Substanzen/ vegetabilische Körper/Sand und vulkanische Asche/ Schwefelkiesoktaeder einschlößen. (?)Nach Rüppcl soll es in Abyssinicn oft hageln/ doch nie währendGewittern. Dieß macht die Erklärung der Hagelbildung (wieHumboldt bemerkt) noch schwieriger/ indem man bis jetzt die Elek-trizität eine große Rolle bei ihr spielen ließ. — Die meisten Ge-witter finden im Sommer statt/ ereignen sich aber öfters imWinter/ wenn unverhältnißmäßige Wärme herrscht/ oder aufKälte oft plötzlich gelindes Wetter folgt. Der von Franklinzuerst angegebene Blitzableiter schützt die Gebäude bis auf gewißeWeite so lange/ als die Leitung ununterbrochen ist. In der Mittegeräumiger Zimmer ist man vollkommen sicher/ da der Blitz nieeine trockene Luftschichte von nur 3—6 Fuß durchbricht. Gegenden Hagel hat man bis jetzt noch keine Präservative/ denn dievon Manchen sehr empfohlenen Hagelableiter nützen nichts. —Die Regenmenge ist im Ganzen genommen an denselben Ortenalljährlich ziemlich gleich/ und bedeutend genug/ um die Quellenund Flüße zu bilden. In Aegypten regnet es selten/ in Lima/in Fezzan nie/ in Cayennc sehr häufig. Sehr verschieden ist dieMenge des jährlich fallenden Regens an verschiedenen Orten/ undbeträgt z. B. in Bern 43/ Zürich 32/ Haag 27/s/ Paris 20/ Rom20/ Berlin td/z/ London t7/ Petersburg 15/ Wien 44/z/ Algier25/,/ Bergen 73/ Charlstown 47/z/ Kalkutta m- auf St. Do-mingo 113 Zoll. Am größten sind die Regenmengen in dcrAequa-tvrialzone. In Europa fällt mehr Regen am Tage/ als in derNacht; in den Goldminen von Marmato regnete es nachBoussin-gault öfter bei Nacht. (I'lnsiliut >836, p. 34.)

Die Morgen- und Abendröthe entsteht durch Brechung undvielleicht auch Beugung der Lichtstrahlen in den Dünsten der A. / wo-bei nur die stärkern rothen Strahlen die trübe Luft durchdringen; dieeinfachen und doppelten Regenbogen durch einfache oder doppelteBrechung des Lichtes in den Regentropfen; die.Höfe/ Kronen/Nebensonnen und Ncbenmonde durch Brechung des Lichtes infeinen Dunstkügclche»/ oder nach Fraunhofer und Brandes in Eis-prismen. — Dünste und Nebel der A. reflektiren häufig auch die Bil-der irdischer Gegenstände. Hierauf beruht die Luftspiegelung/Kimmung. Vermöge der Brechung derLichstrahlen in den über derErdoberfläche ungleich erwärmten Luftschichten erschienen ;. B. derfranzösischen Armee in Aegypten ferne Orte höher liegend und vonWasser umgeben. Bisweilen sieht man zwei.Bilder von einem