Band 
I. Band.
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329
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Die Atmosphäre.

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der sich hier in die Tiefe senkt. Nach Schouw und Kämtz isi inEuropa die Luftströmung im Winter meist südlicher als im Durch-schnitt des JahreS; im Frühling erheben sich häufig Ostwinde/ imSommer wehen die Winde vorzugsweise aus West und Nord/und im Herbst nehmen die südlichen Winde schnell zu. — NachDove sind die regelmäßigen Erscheinungen der Winde zwischenden Trope»/ der Passate und MoussonS/ und die verwickeltenVerhältnisse der gemäßigten und kalten Zone nothwendige undeinfache Folgen derselben physikalischen Grundbestimmungen. Ausder verschiedenen RotationSgeschwindigkcrt der einzelnen Punkte derOberfläche der Erde folgt/ daß auf d. n. Halbk. Winde/ welcheals Nordwinde entstehen/ bei'm allmäligen Fortrücken durch NO.immer mehr in O. übergehen. Treten nach einiger Zeit Aequa-torialströme ein/ so wird der mehr oder weniger östlich gewordenePolarstrom durch eine Drehung im Sinne O-/ SO-/ S. ver-drängt; dieser Südwind geht allmälig durch SW. in W. über/und diese Richtung wird von neuen Polarströmen in NW. und N.verwandelt. Daher dreht sich auf der n. Erdhälfte der Wind/wenn Polar- und Aequalorialströme mit einander abwechseln/ imMittel im Sinne S.W. N.O.S. durch die Windrose; er springthäufiger zwischen S. und W. und zwischen N- und O. zurück/ alszwischen W. und N. und zwischen O- und G. Auf d. s. Halbk.gehen Südwinde durch SO- in O. über. Aeguatorialströme verwan-deln diese Richtung aus O. durch NO. in N. und nach und nach durchNW. in W. woraus durch die Polarsirömung die Richtung durchSW. in S. übergeführt wird. Daher ist hier die Drehung entgegen-gesetzt im Sinne S.O.N.W.S. und der Wind springt am häufigsten" zurück zwischen N. und W. und zwischen S. und O. An dieseTheorie knüpft Dove eine Menge Folgerungen/ für welche wirauf seine Abhandlungen (Poggend. Annal. Bd. tt —3S) oderauf Forbes S. tsg ff. verweisen. — In der Sahara/ den Sand-ebenen JranS/ des nördlichen Chile's/ der Küste Bolivia'S und imsüdlichen Peru regnet es gar nie; fast eben so wenig regnet es da/wo der Passat zwischen den Tropen mit größter Regelmäßigkeitund Stärke auf dem Meere weht. In der veränderlichen Regionder Windstillen/ wo die Erscheinungen des aufsteigenden Stromesam entschiedensten hervortreten/ regnet es fast das ganze Jahrhindurch. An der Polargrenze der Passate regnet es nur/ wennsich die Sonne in der entgegengesetzten Halbk. befindet. — DieHauptursache der atmosphärischen Niederschlüge führt Dove aufdas gegenseitige Verdrängen der beiden/ in unsern Breiten beständigmit einander sümpfenden Ströme NO. und SW. zurück. — Indemdie Wolken und Dämpfe an den Gebirgen aufgehalten werden/fällt daselbst mehr Regen. Je mehr man im Allgemeinen im