Physische u. plastische Verhältnisse d. Erdoberfläche.
Organismen aus dem Pflanzen- und Thierreiche/ welche sich inihm finden. Wie es selbst hauptsächlich durch die horizontale undvertikale Erhebung/ also durch geographische Breite und Meeres-höhe bestimmt wird/ so richten sich auch die Pflanzen und Thierenach selben. Die Zahl beider nimmt im Allgemeinen von den Polengegen den Acquator/ von der Schneegrenze gegen die mcereSgleicheEbene zu; im Speziellen treten aber unzählige/ modisizirendeVerhältnisse ein. Das Hauptsächlichste über die geographische Ver-thcilung der sekundären Organismen werden wir bei deren Be-trachtung/ im 7ten und 8ten Buch mittheilen.
Gestalt und Vertheilung des Landes. Zu den obenschon angeführten Betrachtungen fügen wir noch bei/ daß Einigeden Flächeninhalt alles Landes (vielleicht zu groß) auf 305S675m M. angeben/ wovon auf Europa 171834/ Asien väioyg/ Afrika«31638/ Amerika 57211.0/ Neuholland 143000/ alle Inseln looooookommen. (Man hält alles Land für Inseln/ wenn es weniger als10 Längen- oder Breitengrade mißt/ oder innerhalb einem Monatumschifft werden kann.) Weniger als ^ hicvon liegt auf dersüdl. Halbkugel. Unbekannte Gegenden der Erde sind nur nochdie an den Polen / das mittlere Afrika und Neuholland. Ein früheram Südpole vermuthetes Festland, cxistirt schwerlich. Wahrschein-lich ist/ — obwohl dieses die neuesten mit so vieler Aufopferunggemachten Expeditionen noch nicht unwidcrsprcchlich dargethanhaben/ der Norden Amerikas/ wie jener Asiens vom Meer bespühlt/(welches aber fast immer mit Eis bedeckt ist/ daher nie als Han-delsstraße dienen könnte/) und am Nordpole fände sich demnachkeine größere Landmassc.
Betrachten wir die Beschaffenheit der Ebenen (welche großen-theilS ehemaliger Meeresgrund waren) der verschiedenen Erdtheile/so finden sich 1) in Europa die sogen. Haidcn/ (l-:,!c» vulx^is istdie häufigste daselbst wachsende SpezieS der Haidekräuter) besondersin Norddeutschland/ mageres Weideland abgebend/ hie und daKieferwäldcr tragend/ an sumpfigen Stellen viel Torf liefernd;dann die theils trockenen/ theils sumpfigen Viehweiden in Un-garn/ mehrere H! M. groß/ zwischen Donau und TheiS liegend/und in Südrußland zwischen Dmepr/ Don und Wolga sehr aus-gedehnte Steppe». 2) Asien hat im Norden zwischen Jrtischund Obi zahlreiche ziemlich sterile Steppen mit salzigem Bo-den und vielen Salzseen; im Centrum und im Süden sehr großeSandwüstcn. Die größte darunter ist die Wüste Gobi/ (Kobi/Scham»/ Khan-Hai) zwischen China/ Daurien und Sibirien/aus einem kleinern östlichen und größer» westlichen Theil bestehend.Ersterer ist nirgends über ioo Stunden breit/ liegt hoch über demMeere/ ist meistens mit grobem Kiessande bedeckt/ in dem sich
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