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I. Band.
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A74 Allgemeine Naturgeschichte, iv. Buch.

Die Seiten eines Thales heißen Gehänge/ der Grund Thalsohle/Thalweg. Man unterscheidet Haupt» und Nebcnthäler/ Queer»und Längcnthäler/ Strom-/ See-und Meeresthäler. Letztere sindvon einem Fluß-/ See - oder Meercstheil erfüllt. Die Längenthälcrziehen der Hauptkctte eines Gebirges parallel; so das WalliS/Jnnthal. Die Queerthäler sind viel häufiger/ machen mit den Haupt-gebirgSketten fast immer rechte Winkel/ zuweilen durchschneidensie sie auch. (Thal von Aosta/ sehr viele Thäler vom Monte Rosabis Südtyrol.) Manche Thäler liegen sehr hoch über dem Meere;so das Engadin von Zernetz bis zum See von Sils 44oo—5tzoo//das Val d'Aosta 18ZO—76oc>// das Thal vom Dcsaguaderoffüssebis zum Jllimanisee in den Anden über 12000// das 'Thal vonSpiti im Himalaya io4oo/. — Querspalten der Bergrücken/Einsenkungcn im Laufe des GebirgS geben die Pässe. Derhöchste europäische Paß ist der über den Mont Cervin von 10270/;der Port d'Oo und die Nolandbresche in den Pyrenäen liegen 9200/über d. M. Der Simplonsp. 6174// der große St. Bernhardsp.7662// der Gotthardsp. 6650// in den Peruanischen Anden der Paßvon Altos de los Huessos 4137 Meter/ der Paß von AltoS dc To-ledo 4783 M./ der Mancrang im Himalaya 17449/ Par.

Die höchsten Bergspitzen sind meistens nackte/ zackige Felsen; aufihnen und in den höchsten Thälern sammelt sich der Schnee/ wird durchRegen und Sonnenwärme bei nachfolgender Frostkältc in Eis ver-wandelt/ und bildet Gletscher/ Ferner in Tyrol/ deren Masseunten dichter/'oben lockerer ist/ und nach oben oft in körnigen Schnee/Firn genannt/ verläuft. Nach Saussure/ dem Eschcr von der Linthbcitratt/ gleiten die Gletscher durch ihre eigene Last in den starkgeneigten FclSthälern allmälig tiefer herab/ um so leichter/ alsder wegen innerer Wärme nicht gefrierende Boden unter ihnenden Gletscher unten abschmelzt/ und dadurch schlüpfrig wird.Charpcntier will hingegen das Fortrücken der Gl. aus der Aus-dehnung des in ihren Spalten gefrierenden Wasser» erklären/ undHugi (nach mündl. Mitth.) aus einer allgemeinen Ausdehnung'der Eistheilchen des Gl. selbst. Die Gl. wachsen fortwährend amobern Ende/ und werden am untern verzehrt/ mehr in warmen§ls in kalten und nassen Sommern/ weßhalb sie in letzter» mehrzu wachsen scheinen. Bei'm Vorwärtsrücken schieben die Gl. Erd-und Geröllmassen vor sich her/ welche sich vor ihrem untern Endeals Gletscherwälle/ (M->»->in°s, Gandecken, Gufferberge) aufhäufen.Das Gletschereis ist häufig uneben/ wellenförmig/ von Spaltendurchzogen/ die mit lockerm Schnee bedeckt/ dem Wanderer Ver-derben drohen. Von den Gl. wehen kalte Winde (Gletscherge-bläse) herab/ unter ihnen bilden sich Eisgewölbe/ aus denen oftGewässer hervorkommen. An steilen Stellen zerbrechen die Gl.