Band 
I. Band.
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Physische u. plastische Verhältnisse d. Erdoberfläche. Zgg

vergl. Zeune's und Ritter'S Werke. Eine sehr gute Zusammen-stellung hat auch Hörschelmann in der von ihm bearbeiteten Kten Aufl.von Stein's Handb. d. Geogr. u. Statistik gegeben).

Es bleibt uns noch übrig/ ein Wort über die Vertheilung derFeuerberge/ Solfataren und Salsensderen Charakteri-stik jedoch erst später zu geben ist/) über die Erdfeste zu sagen.Die Vulkane sind nicht ohne Zusammenhang über die Oberflächeder Erde vertheilt / sondern bilden Gruppen/ Systeme/ und vul-kanische Regionen. Namentlich umgiebt den stillen Ocean ein un-geheurer Kreis von V. Die Ostkllste des alten Kontinents/ alsoAsiens/ ist nämlich von Nord nach Süd von einer langen Kettenoch brennender Vulkane begrenzt/ (die malayischen Inseln ent-halten davon die meisten) und die ganze Westküste Amerika's vonden Aleuten und dem Vorgebirge Alaksa bis Fcuerland ist mitihnen besetzt/ während daS amerikanische Festland auf seiner Ost-küste keinen einzigen hat. Sehr merkwürdig ist cS/ daß man inden beiden Meeren zwischen dem Nord- und Südthcil des alten undneuen Kontinents/ also im europ. Mittelmeer und Meer der Antillenebenfalls Vulkane findet. Man kann überhaupt aufder Erde sechSRe-gionen noch jetzt thätiger V. annehmen. Die erste und größte um-faßt alle jene in Amerika und seinen Inseln / welche den stillenOcean begrenze»/ ferner die der Ostküste Asiens und seiner In-seln an der Grenze desselben Oceans und in ihm; die zweite be-greift die des europäischen Mittelmeers; die dritte jene des ame-rikanischen MittelmecrcS; die vierte die V. Islands und Grön-lands ; die fünfte jene der Azoren und Kanarien; die sechste dieV. CcntralasicnS. Leop. v. Buch hat bekanntlich vor längererZeit unter den V. Central- und Reihcnv. unterschieden / eineTrennung / welche sich jedoch kaum streng durchführen läßt. AlleCentralv. bilden nach ihm den Mittelpunkt zahlreicher/ um sieher fast nach allen Seiten gleichförmig wirkender AuSbrüchc/ undsteigen aus basaltischen Umgebungen empor/ obwohl ihre Kegelfast ohne Ausnahme durch Trachyt gebildet sind. Von andern be-sonders primitiven Gesteinen zeigt sich kaum eine Spur/ oder siesind doch sehr entfernt / und mit ihnen in keinem unmittelbarenZusammenhange. Die Reihenvulkane hingegen liegen in Reihenhintereinander/ wie Essen auf einer großen Spalte/ und ziehensich zu 20/ so und mehr über große Erdstrecken hin. Sie erhebensich entweder als einzelne Kegelinftln aus dem Meeresgrunde/ oderam Fuße großer Gebirgsketten/ und dann läuft seitlich und pa-rallel mit ihnen gewöhnlich ein primitives Gebirge/ oder sie stehenauf dem höchsten Rücken des Gebirges als dessen Gipfel. So stei-gen sie entweder aus dem Innern primitiver Gesteine empor/ oderdiese kommen in ihrer Nähe vor/ je nachdem die Vulkanrcihe am