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I. Band.
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H86 Allgemeine Naturgeschichte, iv. Buch.

Ruhe im Erdleben erfolgt zu sein; die Gebirgsketten wa-ren schon alle erhoben, Meer und Land harten die jetzige Ver-theilung, was von Erhebungen und vulkanischer Thätigkeit jetztnoch statt fand und findet, ist nur ein schwacher Nachhall der frü-hern Zeit, in der organischen Natur ist Stabilität eingetre-ten, — kurz, jene Kraft, welche früher der. Oberwelt zu-strebend, das Land über das Meer erhob, es wieder man-nigfach veränderte, zum Theil umstürzte, und sich in Pro-duktionen gewaltiger organischer Wesen gefiel, scheint immermehr zur Klarheit durchdringend, im Menschen endlich dasZiel ihres Strebens gefunden zu haben, und nur noch in derMenschheit als Streit und Ringen um das höchste und letzteVerständniß fort zu dauern. — Nur noch eine große Kata-strophe, bestehend entweder in einer ungeheuern Fluth,oder einer Periode großer weitverbreiteter, ziemlich gleich-zeitiger Fluthen ist noch nach dem Dasein des Menscheneingetreten.

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Was die jetzt noch fortdauernden Veränderungender Erdoberfläche betrifft, so bezeichnete schon G. v. Cuvier 4 Ur-sachen derselben: den Regen und das Eis- und Schneewasser,welche die steilen Gebirge zerstören und ihre Trümmer anden Gehängen aufhäufen; die fließenden Gewässer, welchejene Trümmer mit sich fortreißen, und sie dort niederlegen,wp ihr Lauf gemäßigt wird; das Meer, das die hohen Kü-sten unterwühlt, um sie in Klippen zu verwandeln, und aufden flachen Ufern Sandhügel auswirft; endlich die Vulkane,welche die festen Schichten durchbrechen und hier ihre Aus-würfe aufthürmen, oder umher verbreiten. Nothwendig müssenhiedurch Seen ausgefüllt, der Boden des Meeres erhöht,der Lauf der Flüsse verändert, Land- und Meeresboden mitvulkanischen Massen bedeckt werden. Man muß diesen Ur-sachen wenigstens noch 2 beifügen: einmal die auch jetzt nochfortdauernden Erhebungen und Senkungen, wodurch Landüber den Meeresspiegel erhoben oder unter ihn herabgedrücktwird, und dann die Entstehung neuer Inseln und Bänke durch die