Entstehung u. Bildung, Veränderung, u. Zukunft d. Erde.
über, schließe bisweilen Feldspathkrystalle ein, und der Glimmerfehle selten. 2 ) Die Kalkreihc beginne bereits in llrgebirgen,und gehe gleichzeitig mit der Kieselreihe durch alle Epochen bisin die neueste Zeit, wo sie, während die Kieselreihe abnimmt,ihre größte Ausdehnung erlangt. Wäre der kohlens. Kalk feurig-flüssig gewesen, so müßten wir statt kohlens. Kalks, bloß kiesel-sauren haben, da in starkem Feuer der Kalk sich nicht mit derKieselsäure vertrage, sondern zersetzt werde, indem sich diese mitdem Kalk vereinige, und die Kohlensäure austrcibe. Der kohlens.Kalk habe seine krystallinische Beschaffenheit daher durch das Was-ser erlangt, in welchem er mit einem Ueberschuß von Kohlen-säure aufgelöst war. 3) Die Kohlenstoffreihe beginnt mitdem Graphit in den Urgebirgen, zeigt sich im schwarzen Urkalk,Thonschiefer, Zeichen- und Alaunschiefer, lydischen Stein, setztmit diesem und dem Anthrazit in das UcbergangSgebirge fort,erlangt ihre größte Mächtigkeit in den Steinkohlen, (die alsonicht aus dem Pflanzenreiche stammen) und endet in den Braun-kohlen. Zu ihr gehören auch die Erdharze. Aller Kohlenstoffstamme von der freien Kohlensäure. Diese mußte gleich von An-fang den neutralen kohlensauren Kalk bis zu einer gewissen Zeitaufgelöst 'erhalten, die Atmosphäre mit Sauerstoff versehen, undfür die Steinkohlen und Organismen den Kohlenstoff" liefern.Bei Zersetzung der Kohlensäure entstanden wahrscheinlich bitumi-nöse Produkte mit starkem Wafferstoffgehalt, und humusartige,nebst Wasserstoff viel Sauerstoff enthaltend: durch Vereinigungbeider wurden die verschiedenen Steinkohlen erzeugt. Zu denBraunkohlen möge das Pflanzenreich das Hauptmaterial gelieferthaben. Nicht bloß aus organischen Körpern kann Humus gebil-det werden: kohlenstoffhaltiges Eisen in Salzsäure aufge-löst, giebt nicht blos humusartige Substanz, sondern auch einOel, ganz vom Geruch des Bergöls. Viel Sauerstoff der Kohlen-säure sei auch zur Bildung des Gypses verwendet worden. —Die Gänge seien Klüfte und Spalten, entstanden bei derKrystallisation, wo die festweichen Massen auf einen kleinern Raumzurück kamen; in sie drang die noch vorhandene amorphische Masseein, und krystallisiere ungestört. Auf ähnliche Weise entstandengroße Höhlen. Hn Folge des Zusammenzichens senkten und ver-schoben sich auch die Schichten. Während der Erdbildung drangenauch die Elcktrometeore tief in die Erde ein, und brachten Wir-kungen hervor, die man gerne dem unterirdischen Feuer zuschrei-ben möchte. F. glaubt, daß seine Theorie nicht, wie die vulka-nische, den Gesetzen der Chemie widerspreche, und die schöne Ord-nung und Gesetzmäßigkeit der Schöpfung zerrütte. Allgcm. Zeit. Aus-serord. Beil. to und lt Sept. t837. —Was letzter« Grund betrifft, so