Organische Verbindungen.
per seien, welche sich in gewissen chemischen Verhältnissen gleich ein-fachen Stoffen verhalten, wobei sie vielleicht aus sehr ähnlichen,Näheren Bestandtheilen zusammengesetzt sind. Wie diese Substanzenim Tbierkörper gebildet, wie sie durch dar Leben unaufhörlich um-gewandelt werden, waS für chemisch« Prozesse bei der Ernährung,dem Wachsthum und der Fortpflanzung stattfinden, ist noch größten-theils unbekannt. Die eigenthümlichen Grundstoffe des thierischenKörpers sind (außer den Fetten) das Albumin, Fibrin, Globulin,Hämatin; sie bilden zugleich die Haupkbestandtheile des Blutes, sindalle Stickstoffverdindungen und krystallisiren nicht. Sie kommentheils ausgelöst, theils fest, aber dann wie alle organische Materievon Wasser durchgeweicht vor. Die Organe bestehen nicht etwa auSeinem dieser Stoff« allein, sondern die verschiedenen organisirten,auf daö feinste durcheinander gewebten Theile, welche ein Organzusammensetzen, bestehen aus verschiedenen jener physikalisch undchemisch von einander abweichenden Stoffe, die bald nach dem Auf-hören des Lebens, oder dessen Einfluß entzogen, Veränderungenerfahren, und auf unbekannte Weise sich fortwährend in immerneue Verbindungen umsetzen. Neben den genannten Stoffen erzen,gen sich einige Zersetzungsprodukie, die für das Leben nicht mehrnothwendig, aus dem Körper entfernt werden; bieder gehörennamentlich die den Harn charakterisirendcn Bestandtheile, welche vonden obigen, zum Leben nothwendigen, sich sehr durch ihre Krystallisa-tionöfähigkeir, dann ihre einfachere, minder abweichende Zusammen,setzung unterscheiden; ihre Entstehung und Verwandlung ist genauerbekannt-
Was das B l u t betrifft, so enthalten seine Körperchen(s Bd. III.S. äs> der allgemeinen Naturgeschichte) Hämatin und Globulin, in derBlutflüssigkeit sind Albumin und Fibrin ausgelöst. Läßt man dasBlut au§ der Ader, so gerinnt es sogleich, indem das Fibrin in denungelösten Zustand übergeht, und die Blutkörperchen einschließend,mit ihnen den sogenannten Bluikuchen darstellt; die noch übrigbleibende Lösung des Albumins scheidet sich als Blutwaffer ab. (Bei-gesetztes Kalihydrat erhält das Fibrin aufgelöst und verhindert hie«durch das Gerinnen des Blutes). Schlägt man dar Blut, wie esaus der Ader fließt, so scheidet sich das gerinnende Fibrin ungelöstab und die Blutkörperchen bleiben im Blutwaffer schweben. Ver-mischt man Blut mit Wasser, so werden die Hüllen der Blutkörper,chen aufgelöst, die freigewordencn Kerne bleiben ungelöst; im Blut-waffer, in Zucker- und Salzlösungen erhalten sich die Blutkörperchenunverändert. — Das im Thierkörper allverbrcitete Al b um in istder wesentliche Bestandtheil des BlutwasscrS und des gewöhnlichenEiweißes; -eist in den thierischen Flüssigkeiten im löslichen Zustandeenthalten, bis ff 70« erhitzt, geht <S in den unlöslichen über- Das
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