Organische Verbindungen. 31
Berührung mir der Luft/ mit Zucker, Alkalisalzen, koagultrt bei-j- 66«, auch durch Alkohol, Säuren, Alkalien und Metallsalze, undiü dann rothbraun; getrocknet schwarz, hart, im Bruch glasig. Außerden genannten Stoffen findet man im Blut noch verschiedene Fett-arten; die nach der Koagulation durch Erhitzen übrig bleibende Flüs-sigkeit hinterläßt nach dem Derdunüen eine gelbe extraklförmigrMasse, ein Gemenge von organischen Materien, Chlornatrium, Na-tron- und Kalisalzen mit Milchsäure, fetten Säuren, PhoSphor-und Schwefelsäure- Das nicht geronnene Blut enthält außer phoS-pborsaurer Kalkcrde, Natron mit den Proteinkörvern verbunden.DaS Menschenblut enthält in tvo Gewichtstheilen etwa 77 Wasser,
K Albumin, 1/2 Fibrin, is Blutkörperchen, mit etwa 1/«, Hämatin.— Während seines Umlaufs im lebenden Körper, wo «S ßetS neueStoffe aufnimmt und assimilirt, andere für Ernährung der Organe,für die Absonderungen und Ausscheidungen von ihm getrennt wer-den, befindet sich das Blut in einer höchst komplizirten, beständigenVeränderung, die man nicht näher kennt.— Die Speckbaut auf dembei entzündlichen Krankheiten gelassenem Blut besteht auS Fibrin mitetwa 2'/2 Pro;. Fett. — Beim Athmen absorbirt das venöse Blutin den Kapillärgesäffen der Lungen 4—5 Prozent von dem VolumenSauerstoffgas der eingeathmetenLuft, gegen welches bcimAuSathmen einfast eben so großes Volumen in den Äapillärgefässcn des Körpers gebil-detes KohlensäuregaS, etwas StickgaS und viel WassergaS entferntwird Der Kohlensäuregehall des Blutes beträgt etwa !4 von dessenVolum; etwas mehr im venösen als arteriellen Blute. Den chemt-schen Hergang bei der in den Lungen stattfindenden Hellern Röthungdes venösen Blutes kennt man nicht. — Lymphe aus den Lymph-gefässen gelassen, gerinnt schnell zu klarer Gallerte; das Gerinnselist Fibrin, das Flüssige enthält Albumin und die Salze des Serums,so daß Lymphe ganz wie Blut ohne Blutkörperchen sich verhält. —Die Hirn-, Rückenmarks und Nervenmasse gibt bei der chemischenAnalyse als Hauptbestandtheile Wasser, Eiweiß und Fett; wird dasHirn von Wasser, Häuten und Sefässen möglichst befreit, mit Ackherausgezogen und mit Alkohol ausgekocht, so bleibt in Form eines grau-lichen Gerinnsels schwefelhaltiges Albumin zurück Bether u. Alkoholhaben hiebet drei verschiedene Fettarten, darunter das Cholesterinausgezogen. — Der Magensaft ist eine durch seine Chlorwaffer-stoffsäure stark saure Flüssigkeit mit viel Kochsalz und einer nochwenig bekannten organischen Materie, Pepsin genannt, welche mitSalzsäure die Auflösung und somit Verdauung sonst unlöslicherNahrungsstoffe, z. B. des Fibrins und des Albumins zu bewirkenscheint. — Speichel hinterläßt eingetrocknet etwa t Pro;, festerBestandtheile, aus Schleim, mehr. Salzen und dem eigenthümlichenSpcichelstoff bestehend. AuS dem Speichel setzt sich der sogenannte