Band 
IV. oder Supplementband.
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, Zweit«- Buch. Von den Stoffen und Kräften.

auf die übrigen Substanzen in derselben Art hervorbringt. — DieWirkung des Lichts erstreckt sich nur in äußerst geringe Tiefe; dieSchicht Jodsilber bei den Daguerre'schen Bildern schlägt man nochnicht '/»-ooo'cxx/" dick an, und doch wird diese nicht ganz durchdrun.gen. Dadurch weicht das Licht sehr von der Wärme ab- — Daßbeim Sehen materielle Veränderung des Sehnerven statt findet,beweist schon die Zeit, die zum Sehen nöthig ist. Die gesehenenObjekte verschwinden auch nicht im Moment des GesebenwerdenS;eS bleiben Nachbilder zurück, besonders bei zu langem Sehen eine-Gegenstandes-, darum bewegt sich daö Auge fortwährend. — Fügtman dem Jodstlber Chlor und Brom bei, so wird es noch vielempfindlicher und man reicht jetzt mit Sekunden aus, wo DaguerreMinuten bedurfte; die Nervensubstanz ist schwerlich viel erregbarer.(Welcher Art die Veränderung sei, die das Licht auf das Jodstlbersowohl als die Retina hervorbringt, ist unbekannt). Licht ist —nichtmehr wie bisher die Kraft, die auf das Auge wirkt, sondern „dasAgens, welches auf die Körper die beschriebene Wirkung ausübt,und welche z. B. durch die Dämpfe kund gegeben wird." — Moscrmacht darauf aufmerksam, daß wir nicht den absoluten, sondern denrelativen Grad der Einwirkung der äußern Gegenstände empfinden;der jedesmalige SinneSeiudruck werde nach gleichzeitigen oder vor.hcrgegangenen derselben Art beurtheilt. Bouguer fror in der Tro.penzone bei 17° Wärme; Parry legte in den Polargegenden bei 10°Kälte einen Theil seiner Kleider ab. Die physikalischen Instrumentenehmen solche Rücksichten nicht. — Moser hat dunkles oder un«sichtbares Licht entdeckt; es ist daher nothwendig sich beidenUntersuchungen über das Licht vom Auge frei zu machen; diesesdichtet die Finsterniß recht eigentlich der Natur an. — Man bringeeine polirte Oberfläche, am besten eine metallene, einem Körpernahe, erhalte beide einige Zeit in dieser Nähe und schließe alles LichtauS. „Wenn man die Platte jetzt entfernt, so zeigt sie nichts;allein in Dämpfe gebracht zeigt sie das Abbild des Körpersin dessen Nähe sie war. Dieser Körper hat folglich ganz sogewillt, als wenn Licht von ihm ausstrahlte, und Licht muß vonihm ausgehen, denn nur dieses bringt Wirkungen solcher Art hervor."Moser stellte seine Versuche im finstern Zimmer, bei Nacht rc. an.DaS unsichtbare Licht unterscheidet sich vom sichtbaren so, wiedie violette Farbe von der rothen- Solche Bilder vom unsichtbarenLicht entstanden auch auf GlaS, Porzellan, Glimmer, Harzen, flüssi-gem Quecksilber, kurz auf allen Körpern mit polirten Oberflächen-Alle Körper bilden sich ab, auch schwarzer Sammt und Lampenrußdie also ebenso unsichtbare- Licht aussenden. „In der Naturbildet sich jeder Körper auf jedem ab." „DerAkt des^ehcns, d. h. der objektive Theil desselben, ist also der allgemeine