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IV. oder Supplementband.
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Gegeinbildende Infusorien.

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mienschalen, welche beide wahrscheinlich einen bedeutenden Bestand-theil im Schlamm der meisten Ströme bilden ; die moorigte Damm-erde im Thiergarten bei Berlin enthält fast Z-z ihrer Masse an In-fusocien, welche im Wasser sich wieder zu bewegen anfangen. MancheMergel sind ein Gemenge von Kieselinfusorien und kalkigen Poly-thalamien. Unter Berlin liegt ein Torflager von sehr bedeutenderMächtigkeit, welches »ach Ehrenberg zu I bis 2 Drittel seiner Masseaus den Kiesrlpanzcrn zum Theil noch lebendiger Infusorien be-steht. (Ehrenberg in Poppendorff's Ann. >.iv, 4ss.) Am südlichenRand der Lüncburger Haide findet man t >/2 Fuß unter der Oberflächeeine weitverbreitete, in — <8 Fuß mächtige Lage von weißem undtiefer eine Lage von bräunlichem lockerem Thon, mehr als tv' mäch-tig; beide Lagen belieben aus Jnfusorienschalen; die Färbung deruntern rührt von !/ch des Volumens Fichtcnpollen her; die Bildungbeider scheint aus Quellen ihren Ursprung genommen zu haben. Um

ziemlich gleicher Höhe und Breite fort; — dasselbe ist bei denKorallenmauern der Atolls der Fall. Die Krater und Ringge-birge haben von ISO»/ bis 8V Meilen im Durchmesser. Der Durch-messer der Atolls wechselt ebenfalls außerordentlich; die kleinstensinken bis zur Größe der kleinsten Krater der Mondoberfläche herab,die größten, die Atolls höherer Ordnungen, kommen den Berg-kränzen des Mondes nahe. Auf dem Rücken der Ringacbirgc,oder außen oder innen an sie angelagert finden sich oft kleineKrater; sollte man diese den kleinen, oft wieder Lagunen tra-genden Inseln auf dem Rücken der Korallenwälle vergleichen dür-fen? Die Ringgebirge des MondeS fallen nach außen steil, fastsenkrecht ab, nach innen sind sie konkav geböscht, — dasselbe fin-bet bet den Atolls statt Diese lehrern weichen aber dadurch vonden Ringgebirgen ab, daß bei dicken die Höhe des Walls gerin-ger ist, als die Tiefe des eingeschlossenen Kreises, so daß dessenNiveau tiefer liegt, als das Niveau des außer dem Kreise lie-genden Landes; doch giebt es Ausnahmen, man findet Wallebe-nen mit innerer konvexer Fläche, die eher noch etwas über dieäußere Umgebung erhaben ist. Man sieht aber auch im entge-gengesetzten, viel häufigern Fall immer den Boden des Ringge-dirges, was bei den Vulkanen der Erde selten oder fast nie derFall ist, indem diese gleich Schlote» unter die Rinde hinabrei-chen. Während die Wallebenen und das Innere der Mondkraterhell glänzen, würden die Krater der Erdvulkane, aus der Fernebetrachier, stets dunkel erscheinen. — Man könnte nun vielleichtauf den Gedanken kommen, daß die Ringgebirgc des MondeS,besonders die kleinern, regelmäßig kreisrunden, einer organischenKraft den Ursprung verdanken. Den Vergleich mit Korallen-bildungcn vorläufig fortgesetzt, könnte ja die größere Tiefe da-her rühren, daß der Mond, als er, wie einige Eclenographenannehmen, noch ein Meer hatte, nur solche Polypengaitungenbesaß, welche außen, an der stürmischen Brandung zu bauenpflegen, während die bei uns im ruhigern Wasser lebenden fehl-ten ; das Höhere Niveau des äußern Landes könnte aus Sedi-mentbildungcn erklärt werden, die noch fortdauerten, nachdem