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IV. oder Supplementband.
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218 Sechstes Buch. Dom Leben d. sckund. Organismen überh.

oder die Neigung, gewisse chemische Verbindungen dieses Orga-nismus zu zersetzen und mit ihnen neue, im System desselbennicht Platz findende zu erzeugen. Auch bei der Wirkung derbetäubenden Substanzen dürften chemische Umwandlungen derorganischen Substanz, zunächst des Blutes und der Nervenstatt finden, obwohl fie wegen ihrer Feinheit der Wahrneh-mung entgehen. Als Anmerkung füge hier bei: *) Ueber Giftes. Gmelin, allgem- Gesch. der Pflanzengifte. 2 . Aufl. Nürnb. t8»s.Dess. allg Gesch. d. tbier. u. Mineral. Gifte. «80«. Sobern-heim und Simon, Handb. d. prakt. Toxikologie. Mit t Kpft-u. s Tab. Berl. t838 — Schon Friedrich Hoffmann, in neuererZeit S teffens und Nasse wiesen auf den psychischen Ursprungmancher Gifte hin. (Ztschr- f. Anthrop. >825 , -. Viertels.). ESgiebt Fiille, wo der Biß eines erzürnten Menschen, einem andernBrand, Wuth, selbü den Tod brachte; zahlreicher sind die Erfah-rungen von gleichen Folgen nach dem Biß erzürnter Thiere. (Mouc-quet Inil. Libliotli. meä. V., 697 »g. Henning in Hufeland's Zourn.der pcakt. Heilk. XXXI, St. 2, S. 62. Deitb, Handb. d. Vete-rinärs. 2 . Aufl. S. 7S8) und jene, wo die durch heftigen Affektveränderte Milch den Säugling tödtete (Tourtual in Hufel. Journ.I-Vl., St. 2 , S. 90). Die HundSwuth kommt nach Larrey (r>e-»crixüon-le l'Lg^pte t, 518) in Egypten nicht vor, weil dort dieHunde sich selbst überlassen sind, die weiblichen Jungen nicht ersäuftwerden und daher Kämpfe der männlichen um die weiblichen Thiereselten sind, sohin die heftigsten psychischen Aufregungen wegfallen,denen die Hunde bet uns unterworfen sind. Nasse führt unterandern auch eine Stelle aus der k-rbologi, gen«?. Fr. HoffmannS an:

Virsusüemur itsgue inagnoxere coitum cum viril, guo» paull» ante gr»vi,

»nimi skloctu, corrixuit und bemerkt dann , daß die im Aerger in denDarm ergossene Galle dort heftigen Schmerz, Grimmen und Durch«fall, also Erscheinungen, wie von einem Gifte hervorbringen könne.Ansteckende Krankheiten (auch die Syphilis), entstünden wahrschein-lich durch psych. Einflüsse. Nach der uralten DolkSmeinung lasseGott böse Seuchen hereinbrechen, wenn die menschliche Derderbnißein gewisses Maß erreicht bat; Nasse meint, die Ausschweifung könneaber unmittelbar durch sich selbst, durch die mit ihr verbundenepsych. körperliche Störung, die Strafe, die Seuche herbeiziehen.Steffens betrachtet die Gifte als Vorbilder der zerstörenden Lei'denschaften, des Hasses, der vernichtenden Wuth in der leiblichenWelt S. Karrikaturen d. Heiligsten, II, «3. — Die Arznei m ittezwerden von I. Möller nur unter drei Klassen gebracht: Reizmittel,Alterantien und zersetzende Mittel. Physiologie I. 57 . — G. 209,3 . 7 füge ein: Jedes Geschlecht ist gleichsam ein Einseitiges,