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Die Pflanzen der Schweiz : ihrem wesentlichen Charakter nach beschrieben und mit Angaben über ihren Standort, Nutzen etc. versehen / von Alexander Moritzi
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Eikleitükc.

anders gestaltet. Das sind die Männer. Das Weib oder(wenn mehrere sind) die Weiber, sind die Theile in derMitte der Blume, die gewöhnlich in Stielchen ausgehen.Wenn männliche und weibliche Zeugungswerkzeuge ineiner Blume beisammen sind, so stehen die Männerrings um die Weiber herum. Erstere heissen Slaub-gefässe, letztere Stempel.

a) Wo die männlichen und weiblichen Geschleclits-theile getrennt sind, haben sie gewöhnlich keineansehnliche Einhüllung und werden daher imgemeinen Lehen nicht als Blumen angesehen.

Die Staubbeutel enthalten den Blumenstaub, welcherauf den Stempel fliegt und ihn befruchtet. Nach derBefruchtung bildet sich der untere Thcil desselben, derFruchtknoten (Eierstock) zur Frucht aus. Ist die Fruchtreif, so lässt sie den Samen auf die Erde, in sein Ele-ment, fallen. Dieser treibt dann zuerst einen oder zwei(bei den unvollkommenen Gewächsen keinen) Samen-lappen und später, wie bekannt, Stengel, Blätter undBliithen.

Der innere Bau der Pflanzen ist folgender. Uebcr undneben einander liegen Zellen, die bei einigen Pflanzendem blossen Auge sichtbar, bei andern aber unsichtbarsind. Jede Zelle ist nach allen Seiten geschlossen. Indenselben findet sieb Flüssigkeit, und in dieser kleinegrüne Körnchen. Zwischen den Zellen bemerkt man,entweder einzeln oder bündelweise, Röhren, welcheimmer walzig, sonst aber von verschiedenem Baue sind.

Das Wachsthum der Pflanzen erfolgt wahrscheinlichdadurch, dass der Saft, der in den Zellen ist, vermit-telst kleiner Drüsen in den W änden der Zellen von einerin die andere durchschwitzt bis an die Endpunkte. Ausdiesem Safte, glaubt man, sondere sieb eine Masse (dieKörnchen) ab, die neue Zellen bildet. Welches Geschäftbeim Wachsthum die rührigen Gcfässe haben, ist nochnicht ausgemittelt; entweder führen sie Luft in sich,die die Verwandlung der Säfte bewirkt, oder Flüssig-keiten, die sie an die Zellen absetzen. Der Saft, dendie Wurzel einsaugt, steigt durch das IIolz aufwärts unddurch die Rinde wird er zurückgeführt.a) Wenn man die Rinde rings um einen Ast abschält,so wird mithin der Rücklauf des Safts gehemmt.