22
II. Klasse.
als der Kelch. Stengel nicht ganz aufrecht. — 4-6".— Auf unbebauten Aeckern. — Mai.
8. Frühlings-E. (V. verna.) Obere Blätter gefingert.Stengel aufrecht. Blumenstiel kürzer als der Kelch.Kapseln zusamniengedriickt. — 2"-3". •— Auf unbe-bauten Stellen, Acckern u. a. O. — April.
Blumen in achselständigen Trauben. — TJ.
* Kelch viertheilig.
9. Apotbekcn-E. (V. officinalis.) Bliithentrauhen verlän-gert, gestielt. Stengel kriechend. Blätter entgegengesetzt,zottig, runzlig. — 8-10". ■— Im Juni in 'Wäldern.
Dieses ist der eigentliche Ehrenpreis; er wirkt zu-sammenziehend. Wird von den Landleuten unter ihreKräuterthee gethan.
10. Btrg-E. (V. montana.) Trauben schlaff — wenig-blumig. Blätter gestielt, eirund, runzlig, grob gesägt.Stengel und Blattstiele zottig. — In Wählern und unterGesträuch. Selten. — Mai und Juni.
Die Blumen sind blau oder weisslicli, 4-8 an einerTraube.
11. Nesselblätteriger E. (V. urlicaefolia.) Blätter sitzend,fast herzförmig, lang zugespitzt. Stengel aufrecht. Kelchsehr klein mit fast gleichgrossen Theilen. — 2-3'. —In Wäldern. ■— Sommer.
Die Blumen sind weisslicli oder fleischroth.
12. Gamanderblätteriger E. (V. Ghamacdrys.) Stempelzweizeilig behaart. Blätter eirund, sitzend, runzlig,gezähnt. — 1'. — An Wegen im Nachfrühling.
An der wenigblumigen Traube blüht nur ein oderzwei Blümchen zu gleicher Zeit. Die Blumen sind gegendie der andern Arten gehalten gross.
13. Bach-E. (V. Beccabunga.) (Bachbungen.) Ganzkahl und glatt. Blätter gestielt, eirund, sehr stumpf,verwischt-gesägt. Stengel mit dem untern Thcile krie-chend. — 1'. — An allen Bächen. — Yor-Sommer.
Hat antiscorbutische Heilkraft, jedoch nur frisch.Das junge Kraut wird zu Salat genommen.
14- Gauclilieilblumiger E. (V. Anagallis.) Ganz kahlund glatt. Blätter sitzend, lanzett, gesägt. Stengelaufrecht. — 1-2'. ■— In Wassergräben. — Yor-Sommer.
Die Blümchen sind fast weiss.