8
des Systematikers ; und um diesen Zwecknicht zu verfehlen , mufs von ihm gröfsteSorgfalt auf die Wahl der Merkmale gewandtwerden, die er bey der Klassifikation zumGrunde legt. Diese Merkmale müssen —um die Worte eines vortrefflichen Naturfor-schers zu gebrauchen — “so viel als mög-lich das Ganze darstellen oder in Erinne-„rung bringen; sie müssen von bedeutendem,, Einflüsse auf die übrigen Merkmale seyn, so,, dafs sich von einem auf mehrere schliefsen„ läfst *)”. —• Diese Wahrheiten werdennun aber von denen ganz verkannt, welchesich in dem Anschauen des Einzelnen ver-tiefen und sich daher nie zu einem Blickeüber das grofse Ganze emporzuschwingenvermögen. Das Bemühen dieser ist alleindahin gerichtet, das Natursystem so einzu-richten, dafs es zum bequemen Register fürdie Naturkörper diene , welches man dochnur für einen Nebenzweck des Natursystemshalten sollte.
Die Zoologie und Botanik sind schon soglücklich , Systeme zu besitzen, an denender eigentliche Zweck eines Natursystems
ei'kannt
* ;s ) Link über Naturphilosophie, 1806, S, 161.