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Uebersicht der Pflanzen-Familien nach verschiedenen Autoren, mit Angabe der bekannten Gattungen, nebst einer kurzen Darstellung des Linné'schen Systems
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XIItfEAE. - CARYOPHYIXEAE.

pen aufspringend und durch eine unvollkommene Scheidewand fast wieder getheilt. Saamen in jedem

Fache 2, eiförmig, zusammengedriiekt, glänzend und verkehrt-; selten mit sparsamen Eiweisskörper, amhäufigsten ohne ihn, und statt desselben eine dicke, fleischige innere Saamenhaut. Embryo grade,flach, fleischig - ölig, Würzelchen dem Nabel zu nach oben gekehrt, Cotyledonen elliptisch,

Kräuter, oder Halbstr äucher, mit ganzrandigen Blättern, ohne Afterblätter. Blumengestielt, Blumenblätter sehr leicht abfallend. Die Meisten wohnen in den warmen Ländern dernördlichen gemäfsigten Zone. ~

Gattungen:

1. Linum Bauhin.

2. Badiola Grnelin.

Bestandtheile. Die Saamen von Linum usitatissimum enthalten Schleim und fettes Oel,das Bast wird zur Bereitung der Leinwand, Stricke etc. benutzt.

Fam. 159. Caryophylleae Juss i (Caryophylleae et Arenariae Lam:)

Kelch 4-, oder meist öblättrig, oder einblättrig, rührig und özähnig, vor dem Aufblühen zie-

geldachartig, meist bleibend. Blumenblätter gleiehzäliKg, unter dem Fruchtknoten auf dem Blu-menboden befestigt, mit den Kelchblättern abwechselnd, mit kürzeren oder längeren Nägeln, ganzem,oder zweispaltigem Saum, am Schlunde bisweilen mit Schuppen, sehr selten fehlen sie ganz. Staub-

fäden doppelt so viele (bisweilen eben so viele) wie Blumenbl., mit ihnen befestigt, und einige ihnengegenüber stehend, andere mit ihnen abwechselnd, pfriemenförmig, bisweilen am -Grunde verbunden;

Staubbeutel 2fächrig, 2klappig, meist mit dem Grunde angeheftet. Fruchtknoten eiförmig, oderläuglich, 2 öklappig, mit eben so vielen Griffeln, welche faden- oder keulenförmig, am Grunde deut-lich getrennt, und innen narbenähnlich warzig sind. Frucht eine 2 öklappige Kapsel, Klappenganz, nur Zähne darstellend, oder zweispaltig; die Kapsel ist meist einfächrig, auch 2 öfächrig, dieKlappen in der Mitte unvollkommene, oder vollkommene Scheidewände tragend. Mittelsiiulchen inwen-dig mit grünen oder gelblichen Fäden, bei den einfächrigen frei, bei den mehrfächrigen mit den Schei-dewänden verbunden- Saamen zahlreich (sehr selten bestimmt an Zahl), in so viel Doppelreihen amSäulchen befestigt, wie es Fäden enthält, oder so viele wie Griffel vorhanden sind. Eiweisskörper meh-lig, meist in der Mitte. Embryo um den Eiweissk. gekrümmt, selteji grade und in der Mitte des-selben, Würzelchen dem Nabel zugekehrt.

Meist europäische Kräuter, oder Halbsträucher, mit knotigem Stengel, und immer ge-genständigen, oft verwachsenen, ganzrandigen Blättern; Blumen am Ende. In der nördlichen ge-mässigten Zone, besonders in den warmen Ländern derselben.

I- Zunft.

Sileneae DG * Caryophylleae Lam:

Kelch rührig, cylindriscb, 4 özähnig.