84
E n t (1 e c k u n g c n
keinesweges erwiesen, ja sogar ernstlich in Zweifel ge-zogen worden, und wir können wolil sagen, dafs unseregeographische Kcnnlnifs dieser Länder sich nicht eher we-sentlich erweitert hat, als bis im Jahre 1728 der ausge-zeichnete Seemann, Veit Behring, die später, hauptsäch-lich durch J. R. Försters Einllufs, nach ihm genannteStrafse entdeckte und so aufnahm, dafs sie leicht wiederge-funden werden konnte. Durch dieselbe vorzudringenfand er des Eises wegen unmöglich, und es unternahmdiefs zuerst Cook auf seiner letzten Entdeckungsreise1776 bis 1778. Er wendete sich, nachdem er die Strafsepassirt hatte, zuerst westlich, längs der Nordküste vonAsien, es gelang ihm indefs kaum nur um 10 Längen-grade vorzudringen bis zu einem Punkte, welchen er KapNord nannte; auch an der gegenüberliegenden Küste vonAmerika mufste er sehr bald wieder umkehren (am Eis-Kap 70° 29’); sein Nachfolger im Kommando, KapitainClercke, suchte vergeblich weiter vorzudringen, und danach ihm Niemand nur einmal diese Punkte wieder er-reichte, so blieb das Räthsel, ob die Behringsstrafse ineine grofse Bucht führe, -welche Asien mit Amerika ver-bindet, oder ob man durch sic in’s nördliche Eismeer ge-lange, geraume Zeit hindurch ungelöst. Die Meinungenüber die Wahrscheinlichkeit einer oder der andern dieserAnsichten blieben in hohem Grade getheilt, und noch imJahre 1820 behauptete ein Engländer, John DundasCo chrane, bekannt durch seine Ausdauer im Fufsrei-sen, er wolle von Asien nach Amerika hinüberwandern,ohne das Festland zu verlassen. In der That waren auchnoch etwa 10 Längengrade vom Kap Nord gegen dieMündung der Kolyma, bis Kap Schelagsky, zu untersu-chen übrig, und nordwärts des letzten Kaps war sogarschon im Jahre 1764 von einem gewissen Andrejewbergiges Land geselm worden. Die. russische Admirali-tät machte daher in den neuesten Zeiten einen angestreng-ten Versuch, diese Zweifel zu lösen, indem sie im Jahre