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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Höhen-Verliältnifs

Mittel aus 13 wohl gemessenen Pässen, und findet da-nach die mittlere Höhe derselben zu 7302 Fufs (1217Tois.) also im Ganzen selbst noch etwas höher als diemittlere Höhe des Alpenkammes. Demgemäfs ist nunaber auch die mittlere Höhe des Kammes in den Pyre-näen entschieden höher als in den Alpen, und es istdiefs ein Yerhältnifs, welches schon Ramond bemerkthat. Alex. v. Humboldt findet dieselbe =7500 F.Nun aber sind bekanntlich die Gipfel der Pyrenäen un-gleich niedriger als jene der Alpen, denn der höchstederselben, die Maladetta, steigt nur zu 10722 F. auf.Es folgt daraus also eine ganz verschiedene Physiogno-mie dieses Gebirges, da der Kamm sich hier zu den Gi-pfeln wie 1 : 1,4 verhält.

Wieder sehr abweichend gestaltet sich diefs Ver-hältnifs in der Kordillercn-Kette Südamerika’s. Indem von Alex. v. Humboldt selbst untersuchten Ge-biete ist dort einer der niedrigsten unter den Pässen dervon Quin diu; er führt aus dem Tliale des Magdalencn-Stromes in das des Rio Cauca, und ist fast gerade sohoch als der höchste Gipfel der Pyrenäen, nämlich10788 Fufs. Der höchste unter ihnen, der von Gua-nacas, steigt dagegen gar zu 13800 Fufs. Alex, vonHumboldt setzt hier die mittlere Höhe der Pässeauf 10914 Fufs. Die mittlere Höhe des Kammes dage-gen beträgt nach ihm 11100 Fufs. Da nun der höchsteGipfel in diesem Thoile des Gebirges, der Chimborazo,zu 20100 Fufs aufsteigt, so verhalten sich die beidenletzteren Gröfsen wie 1 : 1,8, also nahe wie in denAlpen.

Noch fügen wir in dieser Beziehung den Hima-laya hinzu, dessen bis jetzt mit Sicherheit gemessenePässe, welche aus dem nördlichen Indostan in die chine-sische Tartarei führen, eine wahrhaft bewundernswürdigeHöhe haben. Der niedrigste derselben, genannt Rol-