192 Trigonometrische Ilühcnmcssungen.
malaya-Kette erreichen (vergl. hiebei Alex, vonH umboldt’s Tableau, Ann. d. sc. nat. IV. pl. 15, undbei Poggeud. XIII. Taf. VI.).
Vergleichende Bemerkungen über die Hübe der Berge und über ei-nige mit derselben verbundene Erscheinungen.
Die Bestimmung der Berghöhen geschieht bekannt-lich auf zweierlei Weise, auf trigonometrische und aufbarometrische. Beide Methoden können, wenn sie mitaller dabei erforderlichen Genauigkeit ausgeführt werden,ein gleich zuverlässiges Resultat geben.
Die trigonometrische Messung eines Berges beruhtbekanntlich auf der Lösung des einfachen Problems, ausder bekannten Länge einer Seite eines Dreiecks und derGröfse der beiden anliegenden Winkel die Länge derbeiden andern Seiten zu finden, und dann hieraus dasrechtwinkliche Dreieck zu berechnen, an dem eine Kathetedie Höhe des Berges, die andere die Entfernung, unddie Hypotenuse eine gefundene Linie des ersten Drei-ecks ist. Diese so einfach erscheinende Lösung ist indefsin der Ausführung mit zahlreichen Schwierigkeiten ver-bunden. Um näihlich die eine Seite des ersten Drei-ecks zu finden, mufs man eine Standlinie genau messen,und zwar mufs diese bedeutend lang seyn, wenn derBerg in einiger Entfernung liegt; es ist ferner durchausnothwendig, dafs man von den beiden Enden dieserStandlinie die Spitze des Berges genau sehen könne. Fer-ner verursacht ganz insbesondere bei entfernten Bergen,wo die Spitzen nahe am Horizont gesehen werden, dieStrahlenbrechung grofse Unsicherheiten, welche fast nichtganz zu beseitigen sind. Es ist daher jedenfalls immerdie Ausführung einer solchen Messung eine sehr weit-läuftige Operation, zu welcher eine günstige Lage desOrtes, gehörige Zeit und genaue Instrumente nothwen-dig sind, alles nicht immer leicht zu vereinigende Erfor-dernisse.
Die