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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Temperatur-Abnahme mit der Höhe,

ilai’s inan nicht nur auf Gebirgen entfernte Punkte vielklarer als in den Ebenen sieht, sondern auch den Him-mel, welcher unten nur ein mattes Blau darbietet, mitweit intensiv blauer, ja fast schwarzer Farbe erblickt.

Es ist aber noch eine dritte Ursache zur vorzugs-weise gröfsern Erwärmung der untern Luftschichten vor-handen, nämlich ihre gröfsere Dichtigkeit in Bezug aufdie oberen Schichten. Dichte Körper werden nämlichdurch gleiche Mengen darauf fallenden Lichtes immerstärker erwärmt als lockerere, und zwar geht die Erwär-mungsfähigkeit, nach einem bekannten physikalischen Ge-setze, den Dichtigkeits-Verhältnissen der Atmosphäre pa-rallel.

Bei diesen drei Ursachen, welche eine gröfsere Er-wärmung der untern Luftschichten nothwendig machen,würde unstreitig die Abnahme der Temperatur in denhöheren Theilen der Atmosphäre ungemein schnell seyn,weit rascher als wir sie wahrnehmen wenn nicht derLuft eine allen Gasarten gemeinsame Eigenschaft zukäme,ich meine die Beweglichkeit ihrer Theilchen. Vermögedieser werden die unten erwärmten und dadurch ausge-dehnten Lufttheile in die höheren Regionen aufsteigeuund diese erwärmen, die kältern werden dagegen zumErsatz des dadurch entstehenden Mangels neben ihnenniedersinken und sich unten wieder erwärmen, und wennauch durch diese Bewegung kein vollkommenes Gleich-gewicht entstehen kann, in welchem die Temperaturensich ausgleichen, da die stärkste Wärmequelle unten un-unterbrochen fortdauert, so wird doch dieser Umstandsehr zur Ausgleichung und Vermittelung des grofsen Tem-peratur-Gegensatzes in den unteren Theilen der Atmo-sphäre mit beitragen, ja er würde es unstreitig in nochviel höherem Maafse thun-, wenn nicht durch die beimAufsteigen zunehmende Verdünnung der Luft wieder vielWärme gebunden würde.

Es ist nämlich eine bekannte Erfahrung, dafs, wenn