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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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im tropischen Amerika. 245

iu 14826 F., also etwa 100 F. höher als die Gipfel desMontblanc.

Nördlich vom Aequator erhebt sich diese ge-waltige Gebirgskette noch an sechs verschiedenen Orten1Q die Schneeregion; durch Messungen ist indefs dieHöhe der Schneelinie nur an dreien dieser Punkte direktbekannt, nämlich:

1) Bei Popayan in 2° 18' Br. .... 14520 F.

2) In der Kette von Quin diu, am Vul-kan von Tolima (Br. 4° 35') . . =14280 -

3) Um die Stadt Mexiko, 19° Br., nachBestimmungen an 2 Gipfeln .... 14088 -

Die letztere Höhe, welche für die Breite von 19"sehr ansehnlich ist, mufs unstreitig den Wirkungen derHochfläche zugeschrieben werden.

Im Süden des Aequators erreicht die Kordille-ren-Kette ebenfalls noch an sechs Punkten die Schnee-linie; sie ist indefs hier nur an einem, nämlich an derKette des Pic von Sorata, durch Pentland ziemlichunvollkommen auf einmaliger Durchreise bestimmt wor-den; sie erreicht dort zwischen 15 —17° Br. durch dieWirkungen des Plateau von Titicaca und des Festlandesvon Amerika die ungeheure Höhe von 16308 Fufs. —Auch H. Meyen setzt die Holte der Schneegrenze inHoch-Peru auf 16000 —16500 F. (S. üb. d. Hochebeneün südl. Peru p. 9.)

Aufserhalb der Wendekreise kennt man, mit Aus-nahme der Gebirge von Chili, nur Schneeberge in dernördlichen Halbkugel. Das Kontinent von Afrikadehnt sich zwar noch über diese Breite gegen S. weita us; allein ungeachtet das Land sich hier nach N. undNO, vom Kap der guten Hoffnung sehr bedeutend er-hebt, so dafs sich selbst Hochflächen von 4980 F. Er-hebung, wie, nach Gordon, das Plateau von Bokkc-v c 1 d, nahe am Meere befinden, und ungeachtet darübernoch Berge aufsteigen, welche, wie die Kette des Koni-