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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Eislöcher.

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dunkel gefärbten Körper angewendet werden kann, wel-che der Zufall auf das Eis führt. So ist es namentlicheine ganz gewöhnliche Erscheinung, dafs man auf derOberfläche der Gletscher oft noch lebende Insekten fin-det, welche der bei Tage aus der Tiefe aufsteigende'"arme Luftstrom mit sich fortgerissen, hieherführte, unddiese sinken nach einiger Zeit oft bis fufstief in dasEis ein, indem sie der Grube, welche sie bilden, genaueinen Abdruck ihrer äufseren Umrisse bis auf die fein-sten Theile (Fühlhörner der Schmetterlinge, Beine derKäfer u. s. w.) geben. Sand, Asche, schwarze Erde u.s. w., bringen, auf die Oberfläche des Schnees oder Ei-ses gestreut, ganz dieselbe Wirkung hervor, ja es istdiefs den Alpenbewohnern so wohl bekannt, dafs sie z.B. im Chamouny-Thale, wie Saussure *) erzählt, sichdes Bestreuens mit schwarzer Erde bedienen, um ihrevom Schnee bedeckten Felder vierzehn Tage oder dreiWochen früher, als sonst geschehen würde, vom Schneezu befreien und bestellbar zu machen.

Die Gruben, welche die kleineren Steine auf denGletschern bilden, sind oft 1 — 2 F. tief, und haben,Vvie Kämtz **) berichtet, eine ganz eigenthümliche Ge-stalt, welche sich nach den Weltgegenden und auch inetwas nach der Form des Steines richtet. Sie sind näm-lich gewöhnlich oval, auf dem Boden muldenförmig; dochist der Abhang der Vertiefung auf der Nordseite stetssteil und sehr kurz, aber auf der Südseite stets lang undsanft geneigt, wovon die Ursachen sehr leicht aus derNatur der Erscheinung selbst zu erklären sind. Beson-ders merkwürdig aber ist es, dafs, wie man deutlich ausallen Uebergangsformen sehen kann, diese Gruben mitder Zeit immer tiefer werden, und dafs sie endlich inTiefen, welche den Zutritt der Sonnenstrahlen nicht mehr

*) Alpenreise HI, §. 740.

**) Schweigger’s Journal LXVII. 249. a. 1833.