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Eisberge
fortgeschoben; doch erreichen sie hier noch nicht dasMeer, denn die tiefsten, welche Naumann *) gesehen,wie der Nygaardsbrae, Bjoernstegesbrae u. s. w.,enden in 1000 —1500 Fufs Meereshöhe. Alle Erschei-nungen, welche diese Gletscher zeigen, ihr Vorwärts-schieben, Zudämmen der Thäler und Zurückgehen, dieschön meergrüne und lasurblaue Farbe ihres Eises, dasEinschmelzen der Steine in Cylinderlöchern, Gletscher-tischen, Morainen, Gufferlinien, Entspringen von Gebirgs-bächen aus Eisgrotten, sind den an den Alpengletscherngeschilderten Eigenschaften vollkommen gleich.
Durch die wiederholten Bereisungen der Nord-Po-largegenden sind auch die Bildungen der Eisberge inden in sehr hohen Breiten gelegenen Ländern näher be-kannt worden, aus Spitzbergen durch Scoresby,aus den Nordwest-Gegenden Amerika’s durch Ka-pitainKotzebue und aus der Baffinsbay durch die er-ste Reise von Kapt. Rofs. Dort, wo sich die Schneeliniesteil einschiefsend auf die Erdoberfläche herabsenkt, bil-den die Gletscher sich, ganz so wie in den Alpen undin Norwegen, nur überall in der nächsten Nachbarschaftdes Meeres, und da der Winter hier fast nie aufhört,so werden unter dem Einflüsse einer fast stets nebligen,mit Wasserdämpfen beladenen Atmosphäre ganz unglaub-lich grofse Eismassen gebildet.
Auf Spitzbergen entstehen nach Scoresby’sZeugnifs die Gletschermassen überall da, wo eine Berg-kette in einiger Entfernung der Küste parallel geht, inden zum Meere herablaufenden Schluchten derselben,und es giebt solcher Gebirgsketten dort bekanntlich von3 — 4000 Fufs Höhe; ganz besonders berühmt sind hier
*) Reise II, p. 238 sq.