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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Regionen am Nordabhang

es, dafs die-Weifstanne immer nur in den unterenTheilen der Nadelholzregion vorkommt; nach Wahlen-berg’s Bestimmungen scheint sie 4500 F. Mecreshöhcnicht zu übersteigen, und in ähnlicher Weise zeigt siesich auch in unseren mitteldeutschen Gebirgen als einBaum, welcher eines milderen Klima’s bedarf. Mit i) |rparallel geht merkwürdigerweise an sehr vielen Ortendie bei uns bedeutend härtere Kiefer; doch an an-deren Orten, wie z. B. am Pilatus, am Feuersteinu. s. w., erreicht sie völlig dieselbe Höhe wie die Roth-tanne.

In dieser Nadelholzregion stellen sich, wie es denBegriffen der subalpinischen Zone geinäfs ist, die erstenAlpenpflanzen, in den oberen Theilen selbst schonsehr häutig ein, wie namentlich Gentiana acauli*iDryas oc topetala, Saxifraga oppositif olißiSoldanella alpina, Erigeron alpinum u. s. W.

Das so breit ausgedehnte und von den Thälern an-sehnlicher Flüsse zerrissene Gebirge des St. Gotthardzeigt, wie schon Wahlenberg bemerkte, in Beziehungauf die charakteristischen Verhältnisse der beiden letzt-genannten Regionen einige bemerkenswerthe Eigenthüm-lichkeiten. An ihm ist das W'achsthum der Laubhölzerbeschränkt, und in allen seinen Thälern hört die Bu-che früher als in den übrigen Alpen auf. An der Strafseim Reufs - Thale verschwindet dieser Baum schon beiWasen in 2870 F. Höhe, im Kasli-Thale unter Gut-tannen bei 3033, und im Rheinlhale wenig über Churgedeiht er nicht mehr. Dieses merkwürdige Verhältniswird aber keinesweges durch eine grüfsere, hier etwa herr-schende Kälte veranlafst, denn die anderen charakteristi-schen Gewächse machen diese Anomalie nicht mit, ja siesteigen sogar selbst ungewöhnlich hoch auf; so geht z. B«der Wallnufsbaum im Rheinthale bis an die obereBuchengrenze (2447 F.), die Kirsche und die geinei-