von Deutschland. Weinbau.
353
er Mosel und des Rheines bei Koblenz in 50° 20'^ Br., Köln 50° 55', und die letzten Weingärten hören^ ^ er Thalebene zwischen Bonn und Köln 50° 55' auf.
en so nördlich auch ist die Lage der ungleich weni-S er ergiebigen letzten Weinkultur im Innern von Deutsch-ail d, bei Naumburg, bei Meifsen (51° 2'), in Böh-® e ö, wo letzter guter Wein am Südabfalle des Erzge-0lr ges an einer dem Rheingau ähnlichen Biegung des Elb-la les, an den Grenzen von Schlesien und der Mark* J *' a üdenburg (Grüneberg, Crossen) u. s. w. Ei-öer oft wiederholten Sage zufolge, soll sogar in früheren^hrhmiderten in Ost -und Westpreufsen bei Preufs.Rolland, Riesenburg, Thorn u. s. w., Weinbauet rieben worden sejn, und ein so gutes Produkt gelie-ert haben, dafs man den dort erzeugten Wein nacheutschland habe versenden können. Man hat sich mehr-ac h in unserem Vaterlande der Anführung dieser That-Sacl 'e bedient, um daraus zu beweisen, dafs das Klimalri unseren Breiten während der letzten Jahrhundertee,lle merkliche Verschlechterung müsse erlitten haben.iS »st indefs ganz neuerdings durch die umsichtige Un-* ers uchung von Bujac *) enviesen worden, dafs dieseVoraussetzung auf einem Irrtliume beruhe, denn cs istJ ’"' v ar richtig, dafs die Herren des deutschen Ordens wäh-le 0 ( l der ersten Jahrhunderte ihrer Anwesenheit in Preu-Se n den W T einbau an den genannten Orten einzufiih-^ c u versucht haben, und in guten Jahren selbst etwas. ein davon haben keltern können; dieses Produkt ist^defs nach gleichzeitigen Zeugnissen von so schlechtereschaffenlieit und in so geringer Quantität ausgefallen,a ‘ s man den Versuch, dort die Reben einheimisch zuitlac heu, allmälig wieder aufgab. Gegen Osten fällt we-§ e n des Dazwischentretens der Karpaten die Weingrenze
*) Gesammelte Schriften der physikalisch-ökonomischen Gesell-Scl ‘aft zu Königsberg 1834.
23