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Die Erde.
Nachdem wir so die verschiedenen Himryelskörper kennengelernt, kehren wir zur nähern Betrachtung der Erde zurück,deren Gestalt, Größe und Bewegungen wir nun ausführlicheruntersuchen wollen *).
Gestalt der Erde.
Die Erde ist ein Sphäroid, d. h. ein kugclähnlicher-Körper. Dies weiß jetzt ein Jeder; allein es hat lange genuggewährt, ehe diese Wahrheit erkannt wurde. Die ältesten Völ-ker hielten lange Zeit die Erde für eine runde, auch wohl läng-lichrunde Ebene oder Scheibe, die überall vom Ocean umslossenwäre und über welche sich der Himmel als ein festes Gewölbeschöbe; so ist die Vorstellung bei Homer, Jesaias, Hiob u. a.
alten Inder dachten sie sich als eine auf dem Ocean schwim-wende Lotosblume, in deren Mitte sich der Götterberg MerusUs Fruchtknoten erhöbe, von dem aus sich als Blumenblätter4 Hauptländer in das Weltmeer erstreckten. Nahe verwandtdamit ist die Anschauung der Chinesen; jedes Volk meinte,uuf der Mitte der Erdoberfläche zu leben, eine Folge des un-wütelbarsten Anblicks derselben. Späterhin hielten Thales undAuurilnander die Erde für einen cylindrischen, d. h. walzenför-Wgcn Körper, welcher im Wasser schwämme; und erst etwa^" 360 Jahren vor Christi Geburt ward die Kugelgestalt derimmer mehr, von den Gelehrten wenigstens, angenommen.Pythagoräer, und vorzüglich Parmenides der Eleate, sol-, Zuerst die Kugelgestalt der Erde gelehrt haben; gewöhnlichMan Eudoxus von Knidus für den ersten Urheber dieserdrstellung an.) Noch bis in die ersten Jahrhunderte unsrer
) Um das Folgende zu verstehen und sich einen anschaulichen Begriffoavon zu machen, bedient man sich am Besten eines Globus, d- h.
^ Kugel, auf welcher die Gestalt der Erdoberfläche gezeichnet ist.-auch d^. kleinste Globus, und wenn er nur ein paar Zoll im Durch-"wffcr hat, reicht vollkommen hin.