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Allgemeine Einleitung. 43
^heil der nördlichen kalten Zone bewohnbar und auch wirklichbewohnt ist.
In der heißen Zone sieht jeder Punkt die Sonne zur Mit-tagszeit zweimal im Jahre grade über sich; daher werfen dieBewohner dann keinen Schatten hinter sich und heißen Un-that tige (asoii). In den beiden gemäßigten Zonen fallt derschatten Mittags stets nach einerlei Seite, bei uns nach Nor-den, auf der südlichen Halbkugel nach Süden; daher heißen dieBewohner dieser Zonen Einschattige (llet orosoii); und in denfalten Zonen endlich fällt der Schatten, weil die Sonne an einemMge nicht untergeht, sondern rings um den Himmel läuft, nachallen Seiten, weßhalb die Bewohner Um schattige sperisoü)^Nannt werden. Diese Eintheilung der Erdbewohner, auf wcl-M die Alten einen besondern Werth legten, hat sich bis in dieNeueste Zeit erhalten, so unwichtig dieselbe auch erscheint.
Bestimmung der Lage eines Ortes auf der Erdoberfläche.
. Aus dem Vorigen sehen wir, daß wir schon durch die LageEkliptik oder der Erdaxe zu einer Eintheilung der gesamm-M Oberfläche der Kugel in S verschieden große Abschnitte ge-igen können; aber diese sind noch von so großem Umfange,wir nur höchst ungenau die Lage eines Ortes auf der ErdeZeichnen, wenn wir z. B. angeben, daß er in der nördlichen^Mäßigten Zone liegt. Zu einer völlig bestimmten Bezeichnung,M ein Ort auf der Erde liegt, ist noch eine weitere Einthei-"Ug erforderlich. Hätte die Erdoberfläche die Gestalt eines auf-Rechtecks, so könnte man mit zwei an einanderWenden Seiten desselben parallele Linien in gleichen AbständenM einander ziehen, und dann angeben, die wievielte wagerechtesenkrechte Parallele durch einen gegebenen Punkt aus dieserZ.ache ginge; .dadurch würde die Lage desselben völlig genau be-scb sein, weil sich zwei solche Linien nur in einem Punkte-Meiden. Da aber die Erde eine Kugel ist, so denkt man sichMt jener geraden Linien Kreise auf der Erdoberfläche gezogen,so wie man sich auch das ganze Himmelsgewölbe durchbeg-^ abgetheilt vorstellt, um den Ort der Gestirne daran zuPlUMmen. Wir haben schon oben angeführt, was wir unterdie Aequator der Erde verstehen. Legt man sich nun durch.^den Pole einen Kreis um die Erde, so schneidet dieserdies-, ^auator in zwei grade gegenüber gelegenen Punkten,, undschM und die beiden Pole theilen jenen Kreis in 4 gleiche Ab-sez M oder Quadranten. Da aber der Umfang eines jeden Krei-PyM oklt Grade getheilt wird, so beträgt der Abstand eines^er den erwähnten Punkten im Aequator */» von 360"Denkt man sich nun durch jeden solchen Gradab-