Buch 
1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
Entstehung
Seite
586
JPEG-Download
 

586

Europa.

vor dein 5. Jahrhundert*). Im Anfange desselben bracht^Palladius und sein Nachfolger Patricias das Christenthum halst"'sdoch fand es erst später weitere Verbreitung;) Letzterer isther noch der Schutzheilige der katholischen Jrländer. Wie übeall, so auch hier, Hainen Friede und Bildung im Gefolge oeChristenthums; es entstanden Kirchen und Schulen, und vIrland gingen wiederum Apostel des christlichen Glaubens naSchottland und selbst nach Deutschland. Dieser glückliche,^stand ward durch die seit dem Ende des 8. Jahrh, sich h"^?.wiederholenden Einfälle der Normannen unterbrochen undstört ; Irland siel nach und nach in seine alte Verwildcr" ^zurück, bis endlich den ewigen Fehden der vielen kleinen .Häupter unter sich die Eroberung des Landes durch dieder unter Heinrich II. 1172 ein Ziel setzte. Viele englische ^lonisten wurden nach Irland gesendet, um durch sie den Asi"und die Bildung des Landes zu befördern. Von der Zsi/folgte Irland ziemlich ruhig dem Schicksal Englands, bis ^Reformation neue Unruhen erregte. Die Jrländer bcharrtenden Ansichten ihrer Väter, und bald entspann sich zwisihe" a-nen und den protestantischen Engländern jener bittere Haß, si-cher seitdem oftmals blutige Auftritte veranlaßt hat. ^

rholischen Jrländer waren natürlich dem Hause Stuart eu-ergeben, und da ihr mit unerhörter.Grausamkeit gepaarteroft in Empörung ausbrach, namentlich 1641, wo mehr ^20000 friedliche Protestanten in Irland ermordet wurdest,mußten auch die Maaßregeln zu ihrer Unterdrückung "mehr geschärft werden. Wie wenig dieser Haß in der "e" ..Zeit nachgelassen, beweisen die Begebenheiten, welche diefische Revolution in Irland veranlaßte. Ueberall zeigte MZufriedenheit und Empörung j räuberische Wanden durchstr^gdas Land, und ein kleines französisches Corps, welches,bei Killala landete,, fand eifrige Unterstützung. Auch ^struhen wurden indeß durch Waffengewalt gedämpft, und Mdie Verfassung des Landes verändert. Früher hatte Jrlauo ^eigenes Parlament; seit dem 1. Jan. 1801 aber ist^ ""Mirische Parlament mit dem englischen vereinigt (s. S- ^,stder Spitze der Verwaltung des Landes steht ein Lordlicst^oder Vicekönig. Damit ist dem Lande noch immer kein

*) Man nimmt an, daß' die Urbewohner ein besonderer St AchostjCelten gewesen, der sich im 3. Jahrh. n. Chr. in's westlicy ^taub und nach der Insel Man verbreitet und hier Ais b«

der der Normannen vermischt habe. Unter den Ueberreste Aerheidnischen Zeit verdienen namentlich die zahlreichen vuno'Ost; hohen Thürme Erwähnung, deren Ursprung und Zwvöllig,unbekannt sind.