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IV. Die Niederlande. L) Belgien. -
,1 der ende der Stadt und an der Scheide gelegene Citadelle fast ganz^ he- in einen Trümmerhaufen verwandelt worden; sie ist seitdem
wieder hergestellt. Unter den neueren Gebäuden ist das großennens Schauspielhaus (1834 erbaut) zu erwähnen. Es werden hier,veü jährlich 3 Messen gehalten und die Fabriken in Manufactur-per Waaren und Zuckerrafsinerien sind von Wichtigkeit. Auch besitztIlftr Antwerpen eine Seefahrtsschule. Dampfschisse gehen von hierZii' nach Rotterdam, London und Hamburg. — Lloekvln (srz.
lUaUnos) an der Dyle, der große Mittelpunkt der belgischendie Eisenbahnen. Auch diese sonst schöne Stadt ist sehr verödet^ und und zählt jetzt nur 26000 E. Sie ist der Sitz des Erzbischofs.
Die Kathedrale mit einem schönen 348 ^ hohen Thurme undemhrr einem Altarbilde, Christus am Kreuz, von Ban Dijk ist merk-
,uerm würdig. Die Stadt hat berühmte Spitzen- und Leinwandfa-
u»d briken und Brauereien.
^ Als 6- Imttiell, von der Maas durchströmt, deren Ufer ebensodurch' schön und mannigfaltig, als fruchtbar und stark bevölkert sind;
„dci die südöstlichen Theile dieser Provinz bestehen aus waldigen
i- Berghöhen. Nur an dem östlichen Rande wird Deutsch, in
der ganzen übrigen Provinz Französisch und Wallonisch gespro-tg K' dhen. Der Hauptort ist Lüttich (frz. L-ivxo, holländ. Lmilr),
^ l,nv Me große, aber sehr unregelmäßig und winklig gebaute Stadt
^ Jetzt an beiden Ufern der Maas und einem Arm der Ourte, mit
>ühew 72000 E- Ehemals war die Stadt der Sitz eines Bisthums,
welches zum westphälischen Kreise in Deutschland gerechnet^ seit wurde. Die Einwohner genossen damals großer Freiheiten,
,aken- welche, von den letzten Bischöfen gewaltsam unterdrückt, im
Herr- Anfang der französischen Revolution hier heftige Unruhen her-
incnt- vorriefen. Sehenswerthe Gebäude sind der Justizpalast, die
. der ehemalige Residenz des Fürstbischofs, und die St. Jakobskirche.
. alte Sie ist zwar ohne Befestigungen, hat aber zwei hochgelegene
ischeN Citadellen. Die Stadt hat ansehnliche Fabriken, unter welchen
d die , die sehr große Kanonengießerei und die Gewehrfabriken die be-uche- rühmtestcn sind. Außerdem wird hier viel Blech und andre
.hM Eisen- und Zinkwaaren verfertigt, wozu die m der Gegend be-
;tung sindlichen überaus reichen Steinkohlengrubcn die Mittel gewäh-
ren. Auch hier ist 1817 eine Universität errichtet worden. Der^nd Tvnsetzer Gretry ist hier geboren und ihm 1842 vor dem Uni-
achtet vcrsitätsgebäude ein kolossales Standbild errichtet worden. —
Nahe Eine Stunde von Lüttich liegt Hvrstsl, einst Pipins des Gro-ll a- ßen Wohnung. — Die Gegend von Lüttich ist bergig und
St. schön, und liefert außer den Steinkohlen noch viel Alaun, Gal-
lting "wi, Flinten-, Wetz- und vortreffliche Bausteine. In SoruinA,
er in 1 Meile oberhalb Lüttich an der Maas, sind die bedeutendsten
e,,teN Aetallfabriken (von I. Cockerill angelegt), welche, nebst den
Süd' ^zu gehörenden Kohlengruben, 2500 Menschen beschäftigen;