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2 (1842) Geognosie : im Auftrag der k.k. Hofkammer in Münz- und Bergwesen / verfasst von Friederich Mohs
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40
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Wenn ein Gestein/ welches gewisse Eigenschaften besitzt, Granitist, jedoch aufhört Granit zu seyn, wenn es diese Eigenschaftenverliert, und wenn zwischen dem Vorhanden-und dem Nicht-vorhandenseyn dieser Eigenschaften eine bestimmte Grenze ge-zogen werden kann, so sind dergleichen Eigenschaften als charak-teristische Eigenschaften wirklich vorhanden; und man wird dieAbsicht, in welcher man sie untersucht und betrachtet, gewiß nichtverfehlen.

§. 62 . AuS dem letzten Umstände, die erforderliche Be-grenzung der charakterischen Eigenschaften einstweilen an die Seite,und die gewöhnliche Bestimmung des Granites, als eines Ge-birgsgesteineö vorausgesetzt, ergibt sich, daß, so lange dies Ge-stein aus Feldspath, Quarz und Glimmer besteht, und die Ge-mengtheile in körnigem Gefüge mit einander verbunden sind,Granit bleiben, wenn aber die Gemengtheile nicht mehr die ge-nannten und die Strukrurverhältniffe andere sind, eS aufhörenwerde, Granit zu seyn; und es folgt also daraus, daß, wenneS in der That charakteristische Eigenschaften an den Gebirgöge-steinen gibt, diese in der Natur und Beschaffenheit derIndividuen, und in der Art und Weise, wie diese miteinander verbunden sind, d. i. in den Gemeng- und Strukturver-hältnissen derselben, begründet seyn müssen; weil es an denselbenaußerdem nichts gibt, wodurch sie, sey denn bloß empirisch,bestimmt und von einander unterschieden werden können.

§. 63. So klar dieß ist, eben so klar ist es auch, daß wenneines dieser Verhältnisse, es betreffe daö Gemenge an sich oder dieStruktur, aufhört, ein anderes an die Stelle desselben treten müsse.Wenn nämlich das Gestein nicht mehr aus Feldspath, Quarz undGlimmer besteht, so muß es andere Gemengtheile besitzen, undwenn seine Struktur nicht mehr die körnige ist, so muß sie dieschiefrige oder irgend eine Modifikation derselben seyn. Sollennun die erwähnten Eigenschaften wirklich charakteristische, unddurch dieselben Bestimmungen möglich seyn, wie sie zum Behufeeiner systematischen Behandlung der Gebirgsgesteine erfordert