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2 (1842) Geognosie : im Auftrag der k.k. Hofkammer in Münz- und Bergwesen / verfasst von Friederich Mohs
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ein, und dieser vermehrt sich, bis an der Stelle des reinenQuarzfelseS der ausgezeichnetste Glimmerschiefer erscheint. Zu-weilen werden die Zusammensetzungsstücke deö Quarzes nochdeutlicher, gestatten mit Leichtigkeit getrennt zu werden, undentsteht, indem sie gleichsam abgerundet erscheinen, ein wirklicherSandstein daraus.

§.71. Dergleichen Beispiele sind, wie bereits erinnertworden, überhaupt nicht selten. Alles, was man von Gebirgö-gesteinen in der Natur ansieht, ist bloße Wiederholung derselben,mit einer der Natur angemessenen Abwechselung, und nur inder Mangelhaftigkeit der Erfahrung können Ausnahmen von die-ser allgemeinen Erscheinung und von den daraus zu ziehendenFolgen begründet seyn.

§. 72. Eine von diesen Folgerungen ist von besonders gro-ßer Wichtigkeit. Sie besteht darin, daß so weit die bisherigeErfahrung reicht, die Gebirgsgesteine sämmtlich ineinander übergehen, und nirgends ein Abschnitt unterdenselben zu machen ist. ES läßt sich leicht einsehen, daß dieserZusammenhang durch Uebergänge mehr und mehr sich ausbreiten,inniger werden, und deutlicher und ausgezeichneter sich zeigenwerde, je mehr die Erfahrung fortschreitet und sich erweitert,d. h. je mehr man verschiedene Varietäten der Gebirgsgesteinekennen lernt.

§. 73. Diese Uebergänge verdienen zuvörderst eine gehörigeUntersuchung. Die Mineralogie kennt und betrachtet ebenfallsUebergänge (l. tz.208). Diese bestehen auö und beruhen auf denAbstufungen der Verschiedenheiten, d. h. mit einem Worte, aufden Reihen der naturhistorischenEigenschaften, und werden mi-neralogische oder naturhistorische Uebergänge genannt.Sie gehen nie über die naturhistorische Spezies hinaus, oder,was dasselbe sagt, die Einrichtung der Individuen, durch welchees möglich wird, die Spezies hervorzubringen, bringt auch dieUebergänge hervor. Unter den Gebirgsgesteinen, namentlich