Buch 
5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
27
JPEG-Download
 

Frankreich.

27

und nimmt die Bvutonne im Dep. Charente-infvricure auf. In dem-selben Departement mündet ein kleiner Küstenfluß: 31) die Seudr e,der Insel Oleron gegenüber, in's Meer.

32) Die Garonne, die bekanntlich aus dem höchsten Theile derPiräneen stammt, aber bald nach ibrem Eintritt in die GasconischeEbene bei Cazvres schiffbar wird. Ihre Schiffbarkeit hat eine Längevon 473,074'» und gestattet von der Mündung bis Bordeaux den Ein-tritt von Seeschiffen. Sie hat 8 fahrbare Zuflüsse: den Sollet, dieAriöge, den Tarn, den Gers, die Bayse, den 306,430-» weit schiffbarenLot, den Dropt, und die Dordogne, von deren Mündung an abwärtsdie Garonne den Namen Gironde annimmt. Mit der Dordogne, welcheauf einer Länge von 292,628-» schiffbar ist, vereinigen sich die Vezereund die Jsle, welche letztere die Dronne in sich aufnimmt.

33) Der Adour ist auf einer Länge von 124,800-» zu beschissenund hat 7 Nebenflüsse: die Midouze, den Luy, den Gove-de-Pau, dieBidouze, den Laran, die Ardanabia und die Nive. Endlich gehörennoch zum Becken des Atlantischen Oceans zwei kurze Küstenflüßchen:

34) die Nivelle und 35) die Bidassoa.

Zum Becken des Mittelländischen Meeres sendet Frankreichan schiffbaren Flüssen:

36) den Orb, im Departement des Hvrault; 37) den Hvrault,der im Departement Gard entspringt, aber nur in dem nach ihm benann-ten Departement auf einer Länge von 12,192-» schiffbar ist. 38) ZumBassin des Etang (Haffs) de Mauguio gehören die beiden kleinenKüstenflüßchen Moffon und Salaison. Endlich ist:

39) der Rhone, Frankreichs Hauptfluß des Mittelländischen Beckenszu nennen, der, in den Schweizer Alpen entspringend, das französischeGebiet im Departement des Am betritt, und auf einer Länge von503,225-» schiffbar ist, wovon 62,975-» auf das eben genannte De-partement fallen. Des Rhone schiffbare Nebenflüsse sind: der Furau,im Ain-Depart.; der Ain, welcher das Jura- und das Ain-Depart.bewässert, und die Bienne mit sich vereinigt; die Saöne, welche eineSchifffahrtslinie von 265,000-" entwickelt, und den Doubs, die Seilteund die Resyousse aufnimmt; die Jsvre, welche auf einer Strecke von139,500-» schiffbar ist, und die- Ardöche. Der große AlpenflußDurance ist wegen seines reißenden Laufes nicht fahrbar.

Don den 86 Departements, in welche Frankreich zerfällt, sind nichtweniger als 67 von schiffbaren Flüssen mehr oder minder durchschnitten.Die größte Entwicklung der Strom- und Flußschifffahrt fällt auf dasDepartement der Gironde, wo die Garonne, der Dropt, die Dordogne,Jsle und Dronne eine Fahrbahn von 427,469-» oder 57^ d. Meilendarbieten. Das Minimum findet sich im Departement der Hautc-Marne,wo die Marne aus einer Strecke von 11,900»- oder 1,s d. Meilenschiffbar ist. Die 19 Departements, welche nicht des Vortheils natür-licher Wasserstraßen theilhaftig geworden sind: Basses- und Hautev-Alpcs, Arriöge, Aude, Eantal, Cvrrvge, Corsika, Crcuse, Doubs, Eureund Loire, Gers, Jndre, Lozore, Orue, Hautes-Pyrvnses, Pyrvnees-vrientales, Dar, Hautc-Dienne und Vvsges. Einige dieser Departements