Frankreich.
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Knaben als Mädchen geboren werden, andrerseits uns aber auch erin-nern, das; in der Gesammt-Nvlksmenge das weibliche Geschlecht das Über-gewicht über das männliche hat, so dürfen und müssen wir voraussehen,diese Erscheinung in einer größer» Sterblichkeit des männlichen Geschlechtsbegründet zu finden. Die Bevölkcrnngslisten weisen dies in der Thatauch auf das Entschiedenste nach; so jedoch, daß die größere Sterblich-keit des männlichen Geschlechts seit dem zweiten Jahrzehend des laufen-den Jahrhunderts bedeutend abgenommen hat; ohne Zweifel eine Folgedes Friedens, der die meisten Völker Eürvpa's seit dem Untergang desNapoleonischen Kaiserreichs beglückt hat. Die Kriege, welche Frankreich,unter dem Konsulat und als Kaiserthum, zu führen von einem einzigenWillen gezwungen wurde, haben unter den Männern, unter der Blütheder männlichen Jugend arge Verheerungen angerichtet. In dem Zeit-raume von 1881 bis 1810 starben jährlich 22,804 mehr Männer alsFrauen, und in dem darauf folgenden Jahrzehend sogar 23,246, worausman schließen kann, in Betracht, daß die zweite Hälfte dieses Jahr-zchends aus Friedensjahren bestand, wie in der ersten Hälfte die Sicheldes Todes auf den Schlachtfeldern Eüropa'S fürchterlich unter den Fran-zosen gemästet hat. In der Periode von 1821 bis 1830 starben imDurchschnitt jährlich 398,394 Personen männlichen und 392,039 Per-^ne„ weiblichen Geschlechts; in der folgenden fünfjährigen Periode bis»u Ende des Jahres 1835 betrug die Zahl der Sterbcfällc beim männ-lichen Geschlecht jährlich 431,38 1 und beim weiblichen Geschlecht 428,528Personen; mithin starben während dieses Zeitraums in jedem Jahre856,229 Menschen. Was die TodeSweise ungewöhnlicher Art betrifft, soverloren während des Jahres 1835 in ganz Frankreich 5859 Personenihr Leben durch Unglücksfälle, 2235 durch Selbstmord und 41 durch dieHenkcrshand *). In demselben Jahre kamen in Paris 229 Selbstmordevor, darunter 159 Männer und 70 Weiber. Die meisten dieser Unglück-lichen, nämlich 118, wählten den Erstickungstod durch Kvhlengas; 25nahmen F-cüerwaffcn zur Hand; 9 vergifteten sich, davon zwei Dritteldurch Mincralgift. In ganz Frankreich starben während des Jahres1834 überhaupt 918,088 Menschen, davon in den Hospitälern 45,468Personen, was '/-» der Gesammtsterblichkeit ist. Paris im Besondernzählte während desselben Jahres 100,614 Personen in den Hospitälern"nd Hvspitien, mit Einschluß von 5474 Findelkindern; davon starben^371 Individuen, oder 8 Prozent; bei den Findelkindern 23 Prozent.Ganz Frankreich verlor von diesen unglücklichen Verlassenen in demselben3ahre 21,983, was '/7 der Mittelzahl der Kinder ist. Die 19 Central-Gefangenhaüser, welche Frankreich besitzt, waren im Jahre 1834 von15,800 Personen bevölkert, und davon starben 979, was 6 Prozent giebt.Vier Jahre früher war das Verhältniß von 9 zu 180 gewesen. In dendrei sogenannten Galeerensklaven-Anstalten (UnZnes) zu Brest, RochefortNnd Toulon (die Anstalt zu Lorient ist aufgegeben worden) befanden sich,sn dem mchrgenannten Jahre 1834: 7851 Verbrecher, von denen 289Narben, was 37 pro Mille aller Bewohner dieser Anstalten giebt. Glück-
Zum Tode verurtheilt waren 54 (siehe weiter unten), öegnadtgt wurden 13.
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