Frankreich.
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einem Zeüghause; 13,71V I-, die ein ausgebreitetes Gewerbe in derfeinen Tuchweberei betreiben. Man schätzt die Stückzahl Tuch, welchejährlich fabricirt wird, auf 26,000, im Durchschnittspreise von 600 Fr.,so daß die Fabriken von Scdan ein jährliches Kapital von fast 16 Mil-lionen Fr. darstellen. Außerdem giebt es hier Stahlwaareu- und Fayence-Fabriken, und die ganze Umgebung nimmt an dieser lebhaft betriebenenIndustrie Theil. »Rethel, St. an der Aisne, College, Ackerbau-gesellsch.; 6771 I.; ebenfalls sehr gewerbreich: Lein- und Wollweberei,Tuchfabrikation, Getreidehandel. — - Rvcroy, befestigte St. auf einemArdennenplateau, 210 » über dem Meere; 3682 I.; in der Kriegsge-schichte durch Conde's Sieg über die Spanier, 1643, berühmt. — *Vou-ziers, St. an der Aisne, 2101 I. — Fumay, kl. St. an der Maas,mit Schieferbrüchcn, deren Produkt als das beste seiner Art gilt; Zei-chenschule. Givct, St. und Festung an der Maas, bestehend aus derVereinigung von drei kleinen Städten: Givet-Nvtre-Dame, Givet-Saint-Hilaire und Charlemont; 3350 I.; Eisen- und Kupserwerke, Produkten-handel. Givet liegt im nordöstlichsten Winkel von Frankreich und vonbelgischem Gebiet fast ganz eingeschlossen. Revin, Donchery undMouzon, kl. Städte an der Maas, in letzterer eine Sergefabrik. Ca-rignan, St. am ChierS, 1500 I., Getreide- und Wollhandel, Cha-teau-Porcien, kl. St. an der Aisne, Schieferbrüche; Grandpr«,kl. St. an der Aire. Attigny, Fl. an der Aisne, wo mehrere KönigeFrankreichs ihre Sommer-Residenz gehabt haben.
8. Departement der Äriöge.
Im südwestlichen Frankreich, eines der in den Piräneen gelegenenDepartements, gegen O. an Aude und Pyrvnves-oricntales, gegen S.an die spanische Provinz Catalonien, gegen W. und N. an das Deport.Hautc-Garonne gränzend, und aus den Landschaften Foir und Couseransvon Gascogne bestehend. Sechs Siebentheile der Bodenfläche sind Ge-birgsland. Dem Ackerbau sind gewidmet: 148,390.,-; Wiesen 33,522.«,;Weinbau 11,591.-; Waldboden 89,706.--; Garten 1679.«-; Gebüsch749.,.; vermischte Kulturen 393.«.; Heide-, Hütungsland 135,608.,-;Teiche rc. 1164.--; Gebaüde 1414.--; steüerpfiichtiger Boden überhaupt424,220.--; unbesteüerter 30,588.,«; ganze Grundfläche 454,808.-- Heck.
*»Foir, Lat. 42° 57' 47" N., Long. 0° 44' 10" W., St. an derAriege, mit einem Bergschloß, der ehemaligen Residenz der Grafen vonFvir; College, Ackerbaugesellsch., kleine Bibliothek; 4700 Z. Hut- undStrumpfmanufakturen, Produktenhandel. In den Umgebungen wichtigeMarmvrbrüche und großer Hüttenbetricb in Eisen und Stahl. — '^Pa-niers, St. an der Ariege, Bischofssitz, Priesterseminar, College; 69053>, die sehr gewerbfleißig sind und Viehhandel treiben. — °'Saint-^irons, St. am Salat, mit einem College; 4282 I.; Woll- undEisenfabriken, Maulesel-Märkte. — Larascon, an derAriege, wichtigeHüttenwerke; Ax, ebenfalls an derAriege, mit warmen Bädern; Mire-poir, am Lers, mit Gagathgruben; Belesta; La Bastide de Se-^n; Mas d'Azil, Daumasan, und Bordes, sämmtlich an derLa Rvque d'Olmes; Saverdun an der Ariege; Mazvres en