Frankreich.
167
gericht, 9676 I.; wichtige Porzellan-Mai,ufakt., Spitzenfabr., lebhafterHandel; College, Priester-Seminar; schone gotische Kathedrale.— -Vire,St. am gleichnamigen Flusse, vormals die Hauptstadt des Ländchcns Bo-cage, dessen Bewohner ihren ursprünglichen patriarchalischen Sitten trcügeblieben sind; 7339 I., die große Tuchfabriken rc. unterhalten, Papierverfertigen und lebhaften Handel treiben; Handelsgericht; Collsge. —^Lisicux, St. am Touques, 11,473 I., die außerordentlich gewerb-fleißig sind, große Flanell- und Leinwandfabr. und Färbereien unterhal-ten, auch Melonenbau und in dem Thal Auge, dessen Mittelpunkt Lisicurbezeichnet, bedeütende Viehzucht für die Pariser Märkte treiben; College.— * Pont-l'Ev6que , St. am Touques, 2137 Z., Scifenfabr., Käse-handel. — Jsigny, Secst. an der Vire, mit Hafen; sehr bedeütenderButter- und Cyderhandel. Honfleur, Seest. an der linken Seite derSeine-Mündung, mit einem Hafen, der mit dem gegenüberliegendenHavrc de Grace in großartigen Seehandcls-Unternchmuugen zu rivalistrensich bestrebt. Honsteur hat gegen 10,000 I., und unterhalt außer demSeehandel und der Fischerei bei Ncüfundland und in den nordischen Ge-wässern , Vitriol -, Alaun - und Spitzenfabr., und beschäftigt sich auchmit Melonenbau; es besteht hier eine königl. Navigationsschule und eineöffcntl. Waaren-Niedcrlage. Condv-sur-Noireau, St. an der südl.Gränze des Depart., 4000 I., sehr lebhafter Gewerbetrieb, Kattun - undandere Baumwollen-, so wie auch Zwillichfabr. Orbec, am gleichnamig.Flusse, Wollfabr. und Niehhandel; Dives, kl. Hafen östlich von Caen,Couliboeuf, kl. Städte.
14. Departement -es Tantal.
In der Mitte des südlichen Frankreichs, zwischen den Depart. Puy-de-Dome im Norden, Haute-Loire und Lvzere im O., Aveyron im S.,Lot und Cvrrözc im W. gelegen, ist dasselbe aus dem Herzvgthum Au-vergne gebildet, von dem es den größten Theil einnimmt. DurchausGebirgs- und Vergland hat dieses Departement nirgends fruchtbareDammerde; der Grund aller Thäler ist Kies- oder aufgeschwemmter Bo-den ; und die vulkanischen Ergicßungcn bedecken im Allgemeinen dasganze höhere Gebirgsland. Die Kulturen sind folgender Maßen vertheilt:Ackerland 164,188; Wiesen 221,715; Weinbau 388; Waldung 62,447;Gärten 2878; gemischte Kulturen 12,076; Hütungen rc. 103,124; Teiche rc.13?; Gebaüde 1640; ganzer steüerpflichtiger Boden 568,593; unbesteüer-ter 14,366; ganze Grundsiäche 582,959 Hcctaren.
»»Aurillac, Lat. 44° 56' 0" N., Long. 0° 6' 30" O., St. ander Südwestseite des Cantal und an derJordane, gut gebaut, mit einemSchloß, 2 Kirchen; 10,889 Z„ die recht industriös sind, Tapeten-, Haar-sieb- und Spitzenfabrikativn betreiben, Gärbereicn und einen Kupfer-hammer unterhalten, dabei lebhaften Handel treiben. College, Acker-bau-, Kunst- und Handelsgesellschaft, kl. Bibliothek. Hier ist eine kö-">gl. Beschäler-Anstalt, nebst Rennbahn, für die beiden Alpen- und allefolgende Departcm.: Ardeche, Bouches-du-Rhone, Cantal, Drome, Jsvre,Haute-Loire, Lot, Lozvre, Puy-de-Dome , Rhone, Var und Vaucluse."Saint-Flour, St. am Ostfuß des Cantal, auf einem Basaltberg.