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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Europäisches Staatensystem.

Ackerbaugesellsch.— ^Saint-Jean-d'Angely, St. an der Vvutonne,5915 I-, Manufakturen, Pulvermühlen, Weinhandel; Collvgc, Ackcrbau-gesellsch. — Marans, an der Vereinigung der Vcndve mit der Sovre-Niortaise, 4000 I., bedeutender Sccsalz-Handcl. Bronage, kl. St.,die ehemals ein blühender Handelsplatz war, durch Anlage des Kanalsvon Rochefort aber, so wie durch die Miasmen ihrer Salzlaguncn ganzverödet ist; durch jene Anlage ist ein großer Theil der Küste trockengelegt und das Meeresufer um ^ deütsche Meilen weiter seewärts ge-schoben worden. Noyan, St. an der Gironde, 200V I., Anjovis-fischerei, Schiffswerft, Seebade-Anstalt; auf dem kleinen Eiland vor derGirondc-Mündung steht der Leüchtthurm Tour de Vordouan. Tonnay-Charente, kt. St. an der Charcnte, 2000 I., wichtiger Handel mitCognac. Pons, St. an der Sengne, 4500 I. Soubisc, kl. St. nebstSchloß an der Charcnte. — Die Insel Olvron, die durch einen schmalenKanal vorn festen Lande getrennt ist, wird von 15,000 Seelen bewohnt,die alle geborene Seeleüte sind. La Rochclle gegenüber liegt die mitvielen Hasen versehene und stark befestigte Insel Re und vor der Cha-rcnte-Mündung das Eiland Air, eine einzige Festung mitten in der See.

17. Departement des Eher.

Dieses Departement ist genau das mittclste von ganz Frankreich, esliegt gleich weit ab von den drei Meeren und von der Ost- oder deüt-schcn und Schwcizergränze; gegen N. stoßt es mit Loiret, gegen O. mitNisvre, gegen S. mit Allier und Crcuze, gegen W. mit Jndre undLoir-und-Cher zusammen, und ist zum größten Theil aus Berrp, zumkleinsten aus Vourbonnais gebildet. Ackerland 375,097.7,; Wiesen 151,319.,,;Weinberge 12,883.--; Waldungen 103,472 7 °! Gärten 5928.,;; GebüschI 7 . 0 -; vermischte Kulturen 982.,;; Hütungen 62,827.-,; Teiche 3094.-,;Gcbaüde 1842.,-; steüerpflichtiger Boden überhaupt 677,466.,,; unbc-stcüerter 43,413.zi; ganze Grundfläche 72V,879.„ Hectaren.

"Bourges, Lat. 47° 4' 59" N., Lvng. 0 ° 3' 43" O., Höhe97r„ über dem Meere; St. am Zusammenfluß des Auron und Yövre,ehcmal. Hauptstadt des Berrp, Sitz eines Erzbischofs, eines konigl. Ge-richtshofes; altmodisch gebaut, mit Schloß und 17 Kirchen, von denendie Kathedrale unter die schönsten Knnstdenkmäler gotischer Baukunst inEuropa gerechnet wird; auch das Nathhans verdient Erwähnung, einägyptischer Obelisk im erzbischöflichen Garten und ein artesischer Brunnen,25,324 I., die außer einigen Tuch-, Messer- und andern Fabriken ebennicht sehr industrivs sind. Es giebt hier eine Univcrsitäts-Akademie, einkonigl. College, ein Geistlichen-Seminar-, eine Musik- und eine Gewerbe-schule, und eine Hcbammenschnle; Ackerbau- rc. Gesellschaft, vffentl.Bibliothek. — *Saint-Amand, St. am Zusammenfluß der Marmandeund des Eher, 7382 I., die einige Manufakturen und Marmorbrüche,besonders aber wichtigen Vichhandel betreiben; Collvge, Ackerbaugcscllsch-,Porzellanfabr., Kanonengicßerei. — '-Sancerrc, St. unfern der Loire,3482 I., sehv viel Gewerbfleiß und Handel; Ackerbaugcscllsch. — Nies-zon, St. am Eher, 7000 I., sehr viel Hochofen und Hüttenwerke, diedas beste Eisen des Berrp liefern; durch ähnliche Eisenwerke zeichnen sich