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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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179
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Frankreich.

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Erbbegräbniß der Familie Orlöans, jetzigen königlichen Familie von Frank-reich. ''Chateaudun, St. am Lvir, 6776 I., die zum Theil Tro-glodyten sind; Wollweberei; College, kl. öffentl. Bibliothek. Altes Schloßder Grafen von Dunois. Nogent-le-Notrou, ehemal. Hauptstadtvon Perche, an der Huine; 68kl I.; Manufakt. Altes Schloß, welchesSully's Wohnsitz war; College. Brou, St. an der Ozane, Eisen-gießerei. Maintenon, kl. St. an der Eure, Schloß und unvollendeterAquädukt, welcher das Wasser der Eure in die Gärten von Versaillesleiten sollte, und an welchem Ludwig XIV. mehrere Jahre lang vieleTausend Soldaten arbeiten ließ.

28. Departement Finistere (Landsend).

Am Westende von Frankreich und der Provinz Bretagne, auf dreiSeiten vom Meere, auf der Ostseite von den Depart. Cötes-du-Nord undMorbihan begränzt. Ackerland 273,210.^; Wiesen 40,91V; Waldungen»1,117; Gärten 10,035; Heiden 268,573.^; Teiche». 3668.»; Ge-baüde 4534.»; steüerpflichtiger Boden überhaupt 632,OSO.^; unbesteüer-ter 34,655.»; ganze Grundfläche 666,705.» Hectaren.

**Quimper, mit dem Zunamen Cvrentin, Lat. 47° 59^ 50" N>,Long. 6° 26^ 41" W.; St. am Zusammenfluß des Odet und Fleyr, miteinem kl. Seehafen für Fahrzeüge bis 200 Tonnen. Bischofssitz. 9715 I.Sardettenfang. Schone Kathedrale; königl. College; Priester-Seminar;königl. Schifffahrts- und Ieichenschule; botan. Garten, ökonvm. Gesellsch.

''Brest, St. und Festung, mit dem größten und stärksten Kriegs-hafen von Frankreich, der zugleich einer cher schönsten in ganz Eüropaist; mit einem großen Seearsenal und den vollständigsten Werkstätten fürdie Kriegsmarine. Sitz einer Seepräfektur. 29,773 I. Navigations-schule, Marine-Observatorium, die Zeichenschule, die Marine-Bibliothek;botan. Garten; naturhistorisches Kabinet; ökonomische Gesellsch. *Cha-teaulin, St. an der Aulne, 2968 I. Hier befinden sich die silberhal-tigen Bleigruben Huelgeat und Poullaouen, die reichsten in Frankreich.

"Morlaix, St. und Seehafen an der nördl. Küste, 9740 I., sehrviel Gewerbfleiß, wichtiger Handel. Königl. Navigations- und Zeichen-schule, ökonom. Gesellsch., schönes Hospital. *Quimperlv, St. anber Laite, mit einem kl. Seehafen der Südküste; 5541 I., lebhafterHandel, ökonomische Gesellsch. Andere kl. Städte und Seehäfen sind:Eoncarneau, an der Südküste; Saint-Pol-de-Lvon, an der Nord-küste, mit einem Cottvge; Landern»», am gleichnamigen Flusse, ober-halb Brest; Audierne und Douarnenez, an der Westküste, die sämmt-lich Fischerei betreiben. Pont l'Abbv, St., Obst- und Gemüsebau.Die kleine Insel Seine, wo die alten Gallier ein Jungfrauen-Orakelhatten. Die Insel Ouessant bildet das aüßerste Westland von Frank-reich, und dient, mit ihren Leüchtthürmen, den Seefahrern als Abfahrts-punkt für die Reise in den Atlant. Ocean und als Landmarke für dieEinfahrt in den Kanal.

29. Departement des Gard.

<, 3m südlichen Theil des Landes, gränzt gegen N. an Lozöre und Ar-sche, gegen Ö. an Vaucluse und Bouches-du-Rhone, gegen S. an das

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